In eigener Sache

Mittlerweile ist die Dividendensaison in vollem Gange und auch bei mir sind die ersten Gewinnbeteiligungen in 2017 auf dem Verrechnungskonto eingetrudelt. Für den Dividendeninvestor die schönste Jahreszeit. Bislang war allerdings noch kein Unternehmen dabei, welches die Dividende im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Ich freu‘ mich daher umso mehr auf meine Haupteinnahmemonate Mai und Juni.

 

In dieser Woche steht mir ein Kurztrip nach New York bevor. Ich freue mich riesig, diese fantastische Stadt zum ersten Mal live kennenzulernen. Ich bin gespannt, ob ich es schaffe mir alles anzuschauen, was ich mir vorgenommen habe. Solche Reisen sind es, aus denen ich meine Motivation für den eigenständigen Vermögensaufbau ziehe. Auch wenn hier viel über Sparen und Geld anlegen geschrieben wird, muss man sich auch ab und an etwas gönnen. Die Kosten werden von meinem Konto für geplante mittelfristige Anschaffungen getragen. Bitte sieh es mir nach, wenn ich auf deine Mail oder deinen Kommentar in dieser Zeit ein wenig verspätet reagiere. Der Blogbeitrag am kommenden Montag, den 01.05.2017 wird natürlich wie gewohnt erscheinen.

 

 

 

Aurelius in aller Munde

 

Auf Grund der turbulenten Ereignisse rund um die Aurelius-Aktie Anfang April, möchte ich an dieser Stelle auch meine Gedankengänge der letzten Wochen dazu kund tun. Normalerweise ist ein so heftiger Kursverfall der Aktie eines langährig erfolgreichen Unternehmens immer einen genaueren Blick wert. Aus diesem Grund habe ich mir die aktuellen Entwicklungen einmal genauer angesehen. Gotham City Research, ein auf fallende Kurse spezialisierter Spekulant, hatte behauptet, dass der faire Kurs der Aktie bei gerade einmal 10 USD liegen würde. Wenn du bislang nicht mitbekommen haben solltest, was es mit den Geschehnissen auf sich hat, findest du hier eine kurze Zusammenfassung der Anfänge.

 

Nachdem ich mich umfassend informiert hatte, kam ich zu dem Ergebnis, dass vor allem eines passiert war: außer Behauptungen und Stellungnahmen nämlich gar nichts! Dazu kam ich zum Zeitpunkt meiner Analyse auf eine mehr als ordentliche Dividendenrendite von ca. 5,5 %. Nicht einmal die Kursziele der Analysten waren korrigiert worden und hatten weiterhin Bestand. Sollte es sich bei dem Crash der Aurelius-Aktie womöglich nur um eine übertriebene Panikreaktion der Anleger handeln? Könnte ein Einstieg die Chance des Jahres sein? Dazu kam, dass sich der Kurs mittlerweile stabilisiert hatte und mich die Nachricht erreichte, dass Gotham City Research nun selbst Anteile für einen Kurs von um die 36 Euro gekauft haben. Warum sollte man das tun, wenn man von einem fairen Wert von 10 USD ausgeht? Ich habe bereits überlegt, ob ich mit der Hälfte oder der vollen üblichen Positionsgröße einsteigen sollte.

 

Ich war bereits ins Online-Banking meiner Depotbank eingeloggt und habe vor der Einstellung einer Kauforder noch einmal tief Luft geholt. Warum gab es bei Aurelius seit dem Ende des letzten Jahres so massive Insiderverkäufe? Hatte nicht meine Fehleranalyse des vergangenen Jahres ergeben, dass ich mich in der letzten größeren Kaufphase auf Grund solcher „Anlasskäufe“ über zuwenig Cash geärgert hatte? Passte die Aktie überhaupt in meine Vermögensstruktur?

 

Letztendlich ließen mir der Research-Bericht und die darauffolgenden Stellungnahmen von Aurelius einfach zu viele Fragen offen. Ich hatte mir ja vorgenommen, nur das zu kaufen, was ich auch vollumfänglich verstehe. Dies war in diesem Fall nicht so. Dazu vermute ich, dass die Kursziele der Analysten deshalb nicht korrigiert wurden, weil auch für sie die Situation zu undurchsichtig ist. Bevor man sich also blamiert, hält man offensichtlich zunächst lieber die Füße still und wartet ab. Ich habe beschlossen, den Verlockungen der großen Gewinnchancen zu widerstehen und diesmal keine Position aufzubauen. Vielleicht ärgere ich mich in ein paar Monaten darüber. Aber die nächste Kaufgelegenheit kommt bestimmt! Auch das ist ein ungeschriebenes Gesetz an der Börse.

 

Unter Berücksichtigung aller Umstände, wäre der Kauf der Aurelius-Aktie in dieser Situation ein spekulativer Trade gewesen. Irgendwie hat sie derzeit für mich den Charakter einer Zocker-Aktie. Ich bin der Ansicht, hier nicht über langfristige Geldanlage schreiben zu können und dich bei jeder Gelegenheit vor kurzfristigen Spekulationen zu warnen und dann selbst so vorzugehen. Authentisch zu sein und zu handeln, sowie meiner Strategie treu zu bleiben ist mir wichtiger, als die Aussicht auf hohe Gewinne in diesem Einzelfall.

 

Ich hoffe, dass du anhand meiner Ausführungen erkennen konntest, dass es in emotionaler und psychologischer Hinsicht in der Praxis nicht immer leicht ist, die eigenen Grundregeln beim Verhalten an der Börse zu befolgen. Die Gier ist ein mächtiger Gegner! Langfristig bin ich jedoch sicher, dass der konsequente Weg für mich der Richtige ist.

 

 

Facebook-Experimente

 

In den letzten Wochen habe ich ein wenig mit der Verlinkung von interessanten Artikeln auf meiner Facebook-Seite experimentiert. Zwischenzeitlich habe ich einige Wochen lang ausprobiert, täglich einen Artikel zu teilen. Leider ist es sehr aufwendig, da ich dafür eine deutlich erhöhte Anzahl an Artikeln lesen muss. Das ist auf Dauer zeitlich einfach nicht machbar. Außerdem wirkt sich diese Erhöhung der Frequenz nicht nennenswert auf meine Besucherzahlen aus. Bevor ich dort also Artikel teile, die ich selber nur mittelmäßig finde, lege ich zukünftig die Frequenz auf zwei Beiträge pro Woche fest. In den Wochen, in denen ich Blogbeiträge veröffentliche, wären es dann drei. Das ist vom Aufwand her vertretbar und garantiert, dass du nur mit hochwertigem Content versorgt wirst.

 

 

Ausblick

 

In der kommenden Zeit geht es hier im Blog um die Fortsetzung meiner Artikelserie zum Aufbau einer Vermögensstruktur. Der erste Artikel der Reihe ist bereits seit einigen Tagen online und beschäftigt sich mit der Frage, ob du eher ein aktiver oder passiver Investor sein möchtest.

 

In den nächsten Beiträgen stelle ich dir meine eigene Vermögensstruktur vor und erkläre, in welche Anlageklassen ich mein Geld verteilt habe.

 

 

Viel Spaß!

 

 

Aus dem Netz

Geldvermögen in Deutschland auf Allzeithoch

 

Die Zinsen sind weiter niedrig. Trotzdem ist das Geldvermögen der Deutschen im vergangenen Jahr auf den jemals höchsten Stand geklettert. Dafür gibt es vor allem einen Grund.

 

 

Die Deutschen schwimmen im Geld – trotz Minizinsen

 

 

 

Wenn du wirklich auch das allerletzte Optimum herausholen möchtest

 

Wer seine Steuererklärung freiwillig abgibt, kann sich mit einem Trick hohe Zinsen sichern. Die Finanzämter zahlen bis zu sechs Prozent pro Jahr auf Steuererstattungen. Dafür lohnt es sich, die Steuererklärung spät abzugeben. Doch nicht alle Arbeitnehmer können davon profitieren.

 

 

Mehr Zinsen als bei jeder Sparkasse

 

 

 

Eine erfreuliche Entwicklung

 

Banken lassen sich immer neue Gebühren einfallen. Doch die Kunden lernen, sich zu wehren. Sparkassen verlangen Gebühren fürs Geldabheben, Volks- und Raiffeisenbanken ziehen nach – doch die Deutschen wehren sich gegen ihre Bank immer häufiger. Jeder zehnte Bankkunde hat im vergangenen Jahr seine wichtigste Bankverbindung gewechselt.

 

 

Die Deutschen wechseln ihr Bankkonto öfter

 

 

 

Blogtipps

Zur Lage an den Kapitalmärkten

 

Schon in der Vergangenheit hat mich Florian von boerseneinmaleins.de mit seinen unabhängigen und tollen Zusammenfassungen zu aktuellen Situationen an den Kapitalmärkten überzeugt. Für die nähere Zukunft schätzt er die  Entwicklungen eher skeptisch ein. Trotzdem sollte ein solcher Beitrag nur ein Baustein deiner Gedankengänge sein, mit dessen Hilfe du dir ein eigenes Bild machst.

 

 

Die Lage an den Kapitalmärkten spitzt sich zu

 

 

 

Bulle und Bär

 

Eine weitere Einschätzung von Christian Thiel. Auf seinem Blog Großmutters Sparstrumpf möchte er dir zeigen, wie du mehr aus deinem Geld machen kannst. Wenn du überlegst, wie du langfristig investierst, einen Mix aus Sicherheit und Gewinne anstrebst oder einfach nur besser verstehen willst, welche Möglichkeiten der Geldanlage etwas für dich sind, dann lohnt sich ein Blick allemal. Mit diesem Beitrag gibt er einen Überblick, wie du den Wechsel vom Bullen- in den Bärenmarkt besser einschätzen kannst.

 

 

 

Wann kommt der Bär?

 

 

 

Die Macht des Zinseszins

 

Christian ist 24 Jahre alt und Student. Er schreibt über sein Finanzleben und sich und hat sich die hauptsächlichen Themen Aufbau passiver Einkommensströme auf die Fahne geschrieben. Anhand der 72er-Regel rechnet er dir vor, welche mächtige Waffe man als langfristig orientierter Anleger an seiner Seite hat.

 

 

Wann verdoppelt sich mein Kapital?

 

 

 

 

 

Beitragsbild: © panthermedia.net/maxkabakov

Bücher

Ebooks

Der entspannte Weg zum Reichtum

 

Eine der besten Fondsmanagerinnen Deutschlands erklärt für jedermann, wie Börsenerfolg funktioniert, und warum sich Ethik und Börse vertragen und ob Reichtum glücklich macht.

von Susann Levermann

 

Levermann - Der entspannte Weg zum Reichtum

 

Viele Jahre managte Susan Levermann große Fonds von bis zu 1,7 Milliarden Euro – und das mit überragendem Erfolg, in sämtlichen Marktphasen. Im Jahr 2010 hat Frau Levermann ein hochinteressantes Interview gegeben, in welchem sie ungewöhnlich tiefe Einblicke in Ihre Arbeit als Fondsmanagerin gewährt hat.

Obwohl ich mich bereits für eine andere Anlagestrategie entschieden hatte, bevor ich von dem Buch von Susann Levermann hörte und auch bei meiner Strategie bleiben wollte, habe ich mir ihr Buch gekauft. Mich faszinierte vor allem der Werdegang der Autorin und hier insbesondere der Umstand, dass sie am Höhepunkt Ihrer Karriere, nämlich am Tag nach der Preisverleihung für die beste Managerin eines deutschen Aktienfonds den Kapitalmärkten einfach den Rücken kehrte, um Mathelehrerin in Berlin zu werden.

Bei der Levermann-Methode werden Aktien nach einem verständlichen und nachvollziehbaren Punktesystem bewertet – nur die besten werden gekauft und regelmäßig überprüft. Die Strategie ist auch für uns Privatanleger geeignet, denn: alle Daten, die man dafür braucht, sind im Internet für jeden kostenlos zugänglich. Kurz gesagt, enthält das Buch eine Art Werkzeugkasten für Börsenanfänger. Die Methode von Frau Levermann ist eine der Strategien, die offensichtlich funktioniert. Allein dafür lohnt sich das Buch schon, auch wenn der Buchtitel etwas übertreibt. Denn passives Investieren ist immer noch entspannter. Wer sich jedoch für aktives Investieren interessiert und auf eigene Faust die besten Einzeltitel auswählen möchte, kann sich mit dem Buch wertvolle Tipps und Informationen holen.

 

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Crashkurs

 

Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? – Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen

von Dirk Müller

 

Crashkurs - Dirk Mueller

 

Eines meiner ersten Finanzbücher, die mir den Einstieg in das Thema erleichtert und schmackhaft gemacht haben. Hierdurch habe ich die Zusammenhänge der Finanzwelt erst so richtig begriffen. Dirk Müller, bekannt als „Mr.Dax“ erklärt in einer unnachahmlichen Art und Weise, was der Preis eines Frühstücksbrötchens mit dem US-Dollarkurs zu tun hat, wie Wirtschaftsdaten schöner gerechnet werden, die Inflationsrate heruntergerechnet wird und die Arbeitslosenzahlen manipuliert werden. Er erläutert auch, wer ein Interesse hat, uns mit solchen Fehlinformationen zu täuschen und daran verdient.

Mir gefällt, dass er auf direkten Konfrontationskurs zu den Leuten geht, die mit Zockermentalität und Maßlosigkeit die Gegebenheiten für ihre persönliche Gier ausnutzen und durch die das gesamte System immer wieder in Gefahr gerät. Dazu ist er ein guter Entertainer, was Crashkurs extrem kurzweilig erscheinen lässt. Trotzdem finde ich nicht alles gut, was Dirk Müller macht – seit einiger Zeit ist er sogar als Fondsmanager seines eigenen Fonds tätig. Sein Fondsprojekt halte ich jedoch für einen schwachen Versuch, selbst Profit aus seiner gestiegenen Popularität zu schlagen. Wenn alle Bankberater und Versicherungsvertreter sich so klar und unverklausuliert ausdrücken würden, wäre das Vertrauen vieler Menschen in die Finanzindustrie nicht so nachhaltig beschädigt. Zum Einstieg in die Hintergründe und Zusammenhänge der Finanzwelt absolut empfehlenswert!

 

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Tag auf Tag im Hamsterrad

 

Wie das Geld- und Wirtschaftssystem funktioniert und uns zu Hamstern macht

von Christopher Klein und Jens Helbig

 

Buchcoverbild Tag auf Tag im Hamsterrad

 

Unser jetziges, ungerechtes und destruktives Geldsystem provoziert Finanzkrisen und macht uns alle sukzessive ärmer, kränker und unzufriedener. Genau dieses Hamsterrad führt paradoxerweise zu immer größerem Wirtschaftswachstum. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Finanzwelt, die voller Überraschungen und spannender Erkenntnisse steckt. Im ersten Teil werden wahre, systemimmanente Ursachen der Schulden- und Finanzkrisen enthüllt. Schritt für Schritt, einfach und verständlich, erschließt sich wirklich jedem die Funktionsweise des Geld- und Wirtschaftssystems. Der zweite Teil beleuchtet die alltäglichen Konsequenzen, die sich für uns daraus ergeben – das vollkommene Hamsterrad.

 

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Wichtiger Hinweis nach § 34b WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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