In der letzten Artikelserie „Warum du dein eigenes Finanzsetup erstellen solltest“ habe ich dir erklärt, wie wichtig ein Konzept zum Umgang mit deinen Einnahmen und Ausgaben ist. Ein Finanzsetup ist das Fundament für deine Vermögensanlage.

 

Als ich damals mein persönliches Finanzsetup erstellt habe, wollte ich anschließend sicherstellen, dass meine Planung so wasserdicht ist, dass meine Vermögensstrategie möglichst nicht bei der ersten Schwierigkeit wieder zusammenbricht. Finanzielle Engpässe sollten, so gut es geht, ausgeschlossen werden. Ich wollte mich beim Thema Versicherungen clever positionieren. Die passenden Antworten zu meinen Fragen konnte ich nicht von einem Versicherungsvertreter erwarten, denn dieser hat meist vielmehr ein Interesse daran, möglichst viele Versicherungsverträge zu verkaufen.

 

Die folgende Artikelserie soll dir Überlegungsanreize geben, wo du Absicherungslücken hast und dein Fundament weiter festigen könntest. Andererseits erkennst du vielleicht Einsparpotenziale. In diesem Fall kannst du durch konsequente Optimierung deiner Versicherungen zusätzliches Geld für deine Vermögensanlage frei machen.

 

Ich hatte bereits davon gesprochen, dass ich kein Freund von übertriebenem Sparzwang oder Geiz bin. Ich versuche allerdings immer unnötige Kosten zu vermeiden und kein Geld zu verschwenden. Zu diesem Zweck wird mein Finanzsetup regelmäßig überprüft.

 

Zur besseren Übersicht habe ich die Artikelserie wie folgt gegliedert:

 

Versicherungen, die absolut notwendig sind,

Versicherungen, die sinnvoll sein können,

Versicherungen, die verzichtbar sind.

 

Grundsätzlich habe ich für mich festgelegt, dass ich nur Jahresverträge abschließe. Zwar kann man bei länger laufenden Verträgen Rabatte einstreichen, jedoch bleibt man weniger flexibel. Bei kontinuierlich steigenden Prämien gibt es, außer bei Schadensfällen, keine Möglichkeiten den Vertrag zu kündigen und den Anbieter zu wechseln. Die Ersparnis durch einen Anbieterwechsel gleicht den Rabattverlust wieder aus.

 

Zudem zahle ich meine Versicherungsprämien immer jährlich. Für unterjährige Zahlungsweise ist nämlich ein Ratenzahlungszuschlag fällig. Dies ist für mich ein Beispiel für eine solche vermeidbare Geldverschwendung. Auf Grund der Struktur meines Finanzplanes, den ich dir bereits detailliert vorgestellt habe, liegt zu jeder Zeit ein entsprechendes Budget für jährliche Zahlungsweise bereit. Ein angenommener Zuschlag für Ratenzahlung von 3 Prozent, der bei vielen Versicherungen in dieser Höhe erhoben wird, entspricht einem Effektivzins von 8,27 Prozent. So etwas kommt für mich nicht in Frage.

 

Beim Lesen des Artikels wirst du sicher feststellen, dass manche für die persönliche finanzielle Lebensführung weniger relevante Versicherungen etwas ausführlicher behandelt werden. Das liegt daran, dass ich dir meine persönlichen Erfahrungen dazu nicht vorenthalten wollte. Vielleicht hilft es dir meine damaligen Fehler zu vermeiden.

 

Oft werden sogenannte Bündelnachlässe gewährt. Das bedeutet, dass man einen weiteren Rabatt bekommt, wenn man mehrere Versicherungen bei einem Anbieter abschließt. Hierfür ist es egal, ob du bei deinem Berater abgeschlossen hast oder online.

 

Mach dir anhand der kommenden Artikel ein eigenes Bild zum Thema Versicherungen. Hol dir weitere Informationen aus dem Netz oder lass dich zusätzlich professionell beraten. Wenn ich erreichen könnte, dass du einem Versicherungsberater aufgeklärt, kritisch und reflektiert gegenüber treten kannst, habe ich mein Ziel schon erreicht.

 

Im nächsten Artikel beginnen wir mit den Versicherungen, die absolut notwendig sind.

 

 

Bild: © panthermedia.net /alphaspirit

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