n meiner allerersten Artikelserie habe ich euch die Notwendigkeit eines Konzeptes für den Umgang mit Geld nahe gebracht und euch einen Vorschlag für eine strategischere Blickweise auf eure Haushaltsfinanzen gemacht.

 

Die Artikelserie zu meinem Finanzsetup ist damals auf große Resonanz gestoßen und wird auch heute noch regelmäßig gelesen. Seitdem werde ich häufig von euch gefragt, welche Konten und Depots ich konkret für das Konzept nutze. Bereits im Oktober 2017 hatte ich daher diese Update-Artikelserieerstellt, die auf auf der ursprünglichen aufbaut und wo ich von meinen Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern berichtet. Auch das ist nun schon eine ganze Weile her und sowohl bei den Direktbanken als auch bei mir hat sich eine Menge getan. Es wurde also langsam Zeit für eine erneute Überarbeitung.

 

Ich möchte nicht einfach mit Hilfe von „Copy/Paste“ die Vor- und Nachteile aus irgendwelchen Testberichten herunterbeten, sondern euch meine persönlichen Erfahrungen detailliert vorstellen. Ich möchte begründen, für welche Anbieter ich mich aus welchen Gründen entschieden habe und welche Bedürfnisse dem zu Grunde liegen.

 

 

Ein Depot ist das Herzstück eures Vermögensaufbaus

 

Ihr benötigt ein Depot, wenn ihr AktienFondsETF und andere Anlageprodukte kaufen wollt. Dort werden die Wertpapiere eingebucht, die ihr von eurer monatlichen Sparrate oder Einmalanlagegekauft habt. Die Anbieter variieren stark in Kosten und Leistungen, daher macht ein Vergleich vor der Depoteröffnung Sinn.

 

Bei der Auswahl eines Anbieters solltet ihr vor allen Dingen auf günstige Ordergebühren, kostenlose Limits und kostenlose Dividendenbuchungen achten. Ich nutze seit Jahren mehrere Depots bei verschiedenen Anbietern, da jeder Anbieter spezielle Vorteile hat, die ich bei den anderen nicht habe.

 

Insgesamt umfasst das Update zum Finanzsetup fünf Artikel. In den ersten beiden Artikeln habe ich euch meine Giro- und Tagesgeldkonten vorgestellt. Ab heute geht es in den kommenden Artikeln dieser Serie um meine Depots. Wir starten heute mit dem Direkt-Depot bei der ING.

 

WICHTIG: Die Depot-Anbieter passen ihre Konditionen in unregelmäßigen Abständen an und ich gebe mir große Mühe so schnell wie möglich darauf zu reagieren und die Artikel auf den neuesten Stand zu bringen. Trotzdem kann es im Einzelfall vorkommen, dass Preise nicht mehr aktuell oder Rabatt-Aktionen bereits ausgelaufen sind. Wenn ihr über einen Link zu einem Produkt geleitet werdet, kontrolliert dort bitte noch einmal, ob die Angaben dort mit meinen übereinstimmen. Im Zweifel sind natürlich die Angaben der Anbieter maßgeblich. Wenn euch etwas auffallen sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht sehr freuen.

5. Das Direkt-Depot der ING

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Die größte Direktbank in Deutschland. Seit 2006 ist die Bank von Dirk Nowitzki ununterbrochen die „beliebteste Bank“.Zusätzlich zum Girokonto und dem Tagesgeldkonto, welches mir als Verrechnungskonto dient, habe ich auch noch ein Wertpapierdepot dort.

 

Die Ordergebühren betragen 4,90 Euro je Order zzgl. 0,25 % vom Volumen. Eine Order über 1000 Euro kostet demnach 7,40 Euro. Für eine Order über 2000 Euro werden 9,90 Euro fällig. Das gibt es sicherlich bei der Konkurrenz einen Tick günstiger, dafür gibt es bei der ING bei den weiteren Leistungen auf keinen Fall böse Überraschungen im Kleingedruckten. Als Dividenden-Investor genieße ich vor allen Dingen die kostenlosen Auslandsdividenden.

 

Viele US-Firmen zahlen Quartalsdividenden. Starbucks zum Beispiel zahlt derzeit pro Quartal 0,25 US Dollar pro Aktie. Wer für ca. 1000 Euro Aktien von Starbucks besitzt, erhält derzeit pro Quartal umgerechnet ca. 4,65 Euro an Dividende. Wenn ich jetzt bei meinem Depotanbieter Gebühren pro Dividendenbuchung zahlen müsste, würden die Gebühren einen großen Teil meiner Dividenden auffressen. Deshalb ist mir eine kostenlose Auslandsdividendenbuchung wichtig.

 

Als einer von drei Anbietern stellt die ING aktuell 81 Aktien auch als Wertpapier-Sparplan zur Verfügung (Stand: 27.04.2019). Das Angebot dürfte meiner Meinung nach ruhig noch etwas wachsen. Eine Sparplanausführung kostet 1,75 % vom Kurswert. Das gilt auch für ETF– und Zertifikate-Sparpläne. Die Provision liegt damit etwas über Comdirect und Consorsbank, den beiden anderen Anbietern von Wertpapier-Sparplänen, die beide 1,5 % berechnen. Für Fonds wird bei der ING ein individueller Ausgabeaufschlag fällig, sofern der jeweilige Fonds nicht komplett rabattiert ist.

 

Hinsichtlich der Quellensteuer ist die Bank ebenfalls ein zuverlässiger und unkomplizierter Helfer. Sie fragt bei Depoteröffnung ab, ob ich in den USA steuerpflichtig bin. Wenn ich das verneinen kann, komme ich automatisch in den Genuss der ermäßigten Quellensteuer.

 

Das bedeutet, dass ich lediglich 15 % Quellensteuer auf Dividenden zu zahlen habe, anstatt der üblichen 30 %. Bei manchen anderen Banken ist es erforderlich, das komplizierte W-8BEN-Formular in englischer Sprache auszufüllen.

 

Seit 2012 verschickt die ING den Tax Voucher automatisch mit jeder Dividendenabrechnung. Der Tax Voucher ist eine Bescheinigung, die ihr für die Rückforderung zuviel gezahlter Quellensteuer z.B. in der Schweiz benötigt. Wenn ihr so einen Antrag selbstständig an die ausländische Steuerbehörde versenden möchtet, ist der Versand eine kostenlose Hilfestellung. Die Ausstellung des Dokuments kostet bei der Konkurrenz bis zu 20 Euro. Für die Schweiz habe ich hier in Sachen Rückforderung von Quellensteuer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt.

 

Mit einem hervorragenden Kundenservice wirft die ING ein absolutes Pfund in die Waagschale. Wenn ich ein Problem oder eine Frage habe, wissen die Mitarbeiter schon zu Anfang des Gesprächs genau über mich und meinen Sachverhalt Bescheid. Die wissen manchmal schon warum ich anrufe, ohne dass ich überhaupt was gesagt habe. Das habe ich so bislang noch nirgendwo erlebt. Man merkt deutlich, dass die Call-Center-Mitarbeiter hervorragend geschult sind und wissen wovon sie sprechen. Da könnte sich mancher Telefonanbieter gerne ein Beispiel nehmen.

 

In den vorangegangen Artikeln habt ihr sicherlich schon bemerkt, dass ich an der ING wenig zu meckern habe, weil die gesamte Produktpalette einfach sehr unkompliziert ist. Aus diesem Grund führe ich dort auch meine Girokonten und ein Tagesgeldkonto, das mir aber nur zur Bereitstellung von Liquidität dient. Die Sparzinsen sind leider nicht der Rede wert.

 

Hier könnt ihr einen Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis werfen (Stand: 27.04.2019)

 

Wenn ihr grundsätzlich langfristig orientiert seid, kein Daytrading betreiben wollt und euch nicht das Nutzererlebnis durch zuviel orangene Farbe vermiesen lasst, kann ich euch das Direkt-Depot der ING sehr empfehlen. Wenn ihr daran interessiert seid, könnt ihr euch über nachfolgenden näher informieren:

Vorteile:

 

  • kostenlose Depotführung
  • kostenlose Limits
  • kostenlose Auslandsdividenden
  • kostenloser Tax Voucher
  • Top-Kundenservice
  • Freistellungsauftrag online änderbar

Nachteile:

 

  • geringe Auswahl an Aktien-Sparplänen

 

Bild: www.pixabay.de

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Hier könnt ihr euch nochmal die komplette Artikelserie zum grundlegenden Aufbau des Finanzsetups ansehen. Sie bildet das Fundament zu dieser Update-Artikelserie und enthält einen Schritt-für-Schritt-Vorschlag, wie ihr euren grundsätzlichen Umgang mit Geld gestalten könntet und eure Haushaltsfinanzen strategisch organisiert.

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Wichtiger Hinweis nach § 85 WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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