In meiner allerersten Artikelserie habe ich versucht, euch die Notwendigkeit eines konsequenten Konzeptes im Umgang mit Geld nahe zu bringen und euch einen Vorschlag für eine strategischen Blickweise auf eure Haushaltsfinanzen gemacht.

 

Die Artikelserie zu meinem Finanzsetup ist damals auf große Resonanz gestoßen und wird auch heute noch regelmäßig gelesen. Seitdem werde ich häufig von euch gefragt, welche Konten und Depots ich konkret für das Konzept nutze. Von daher wurde es langsam Zeit für eine Update-Artikelserie.

 

Hierbei möchte nicht einfach mit Hilfe von „Copy/Paste“ die Vor- und Nachteile aus Testberichten herunterbeten, sondern euch meine eigenen Erfahrungen detailliert vorstellen.

 

Ich möchte begründen, für welche Anbieter ich mich aus welchen Gründen entschieden habe und welche persönlichen Bedürfnisse dem zu Grunde liegen.

 

Insgesamt umfasst das Update zum Finanzsetup fünf Artikel. Im ersten Artikel dieser Serie hatte ich euch bereits meine Girokonten vorgestellt und in den kommenden beschäftige ich mich mit meinen Depotanbietern. Heute geht es aber erst einmal um mein Depot bei der ING-DiBa.

 

Ein Depot ist das Herzstück eures Vermögensaufbaus. Falls du gerade nicht weißt, an welcher Stelle vom Finanzsetup wir uns gerade befinden, kannst du dir die Übersichtsgrafik noch einmal aufrufen.

 

Uebersichtsgrafik Kontenstruktur Gesamt

 

Ihr benötigt ein Depot, wenn ihr Aktien, Fonds, ETF und andere Anlageprodukte kaufen wollt. Dort werden die Wertpapiere eingebucht und aufbewahrt, die ihr von eurer monatlichen Sparrate oder Einmalanlage gekauft habt. Die Anbieter variieren stark in Kosten und Leistungen, daher macht ein Vergleich vor dem Abschluss Sinn.

 

Bei der Auswahl eines Anbieters solltet ihr vor allem auf günstige Ordergebühren, kostenlose Limits und kostenlose Dividendenbuchungen achten. Ich nutze mehrere Depots bei verschiedenen Anbietern, da jeder Anbieter für mich Vorteile hat, die ich bei den anderen nicht habe.

 

Einen Depotvergleich kannst du auch ganz einfach über Vermögensanleger.de durchführen:

 

5. Meine Depots

5.1 Das Direkt-Depot der ING-DiBa

ING-DiBa

 

 

Die größte Direktbank in Deutschland. Seit 2006 ist die Bank von Dirk Nowitzki ununterbrochen die „beliebteste Bank“. Im letzten Jahr hat die ING-DiBa mit den Titeln „beste Bank“ und „beste Direktbank“ dann sogar das Triple komplett gemacht. Zusätzlich zum Girokonto und dem Tagesgeldkonto, welches mir als Verrechnungskonto dient, habe ich auch noch ein Depot dort.

 

Daher bezeichne ich das Direkt-Depot, so nennt die Bank ihr Produkt, als mein Hauptdepot. Diese Bank hat mich mit einem richtig guten Rundumpaket überzeugt.

 

Die Ordergebühren ab 9,90 Euro pro Order sind sicherlich woanders etwas günstiger. Dafür gibt es hier keine bösen Überraschungen im Kleingedruckten. Ich lasse alle meine ausländischen Dividendenaktien in das Direkt-Depot buchen. Die Dividendengutschrift aus dem Ausland ist dort nämlich kostenlos.

 

Viele US-Firmen zahlen Quartalsdividenden. Starbucks zum Beispiel zahlt derzeit pro Quartal 0,25 US Dollar pro Aktie. Wer für ca. 1000 Euro Aktien von Starbucks besitzt, erhält derzeit pro Quartal umgerechnet ca. 4,65 Euro an Dividende. Wenn ich jetzt bei meinem Depotanbieter Gebühren pro Dividendenbuchung zahlen müsste, würden die Gebühren einen großen Teil meiner Dividenden auffressen. Deshalb ist mir eine kostenlose Auslandsdividendenbuchung wichtig.

 

Hinsichtlich der Quellensteuer ist die Bank ebenfalls ein zuverlässiger und unkomplizierter Helfer. Sie fragt bei Depoteröffnung ab, ob ich in den USA steuerpflichtig bin. Wenn ich das verneinen kann, komme ich automatisch in den Genuss der ermäßigten Quellensteuer.

 

Das bedeutet, dass ich lediglich 15 % Quellensteuer auf Dividenden zu zahlen habe, anstatt der üblichen 30 %. Bei manchen anderen Banken ist es erforderlich, das komplizierte W-8BEN-Formular in englischer Sprache auszufüllen.

 

Seit 2012 verschickt die ING-DiBa den Tax Voucher automatisch mit jeder Dividendenabrechnung. Der Tax Voucher ist eine Bescheinigung, die ihr für die Rückforderung zuviel gezahlter Quellensteuer in manchem Ausland benötigt. Wenn ihr den Antrag selbstständig an die ausländische Steuerbehörde versendet, ist der Versand eine kostenlose Hilfestellung.

 

Erst wenn ihr die Prozedur durch die Bank erledigen lasst, werden hohe Gebühren fällig. In einem der nächsten Beiträge erscheint eine Anleitung von mir, wie ihr die Quellensteuer im Ausland ganz einfach selbst zurückfordern könnt.

 

Ebenfalls als vorteilhaft empfinde ich, dass fast alle Aufgaben hinsichtlich der Depotverwaltung online erledigt werden können. Im Gegensatz zu manchen Wettbewerbern, kann ich alle steuerlichen Aufträge und Belege online erteilen, ändern oder anfordern.

 

Gerade bei mehreren Depots ist für die Erteilung des Freistellungsauftrages sehr angenehm. Ich würde mir noch die Möglichkeit wünschen, den Depotübertrag vollständig online abwickeln zu können. Aber hier ist mir auch noch keine anderer Anbieter bekannt, bei dem das schon geht. Bei allen ist die Unterschrift per Hand und der postalische Versand erforderlich.

 

Du kannst einen Demokauf testen, um zu sehen, wie einfach ein Aktienkauf in Wirklichkeit ist.

 

In den vorangegangen Beiträgen habt ihr sicherlich schon bemerkt, dass ich an der ING-DiBa wenig zu meckern habe, weil die gesamte Produktpalette einfach sehr unkompliziert ist. Aus diesem Grund führe ich dort auch meine Girokonten und ein Verrechnungskonto.

 

Wenn ihr grundsätzlich langfristig orientiert seid, kein Daytrading betreiben wollt und euch nicht das Nutzererlebnis durch zuviel orangene Farbe vermiesen lasst, kann ich euch das Direkt-Depot der ING-Diba empfehlen. Wer auch bei den Orderkosten am unteren Anschlag sein möchte, kann darüber nachdenken, ein zweites Depot zu ergänzen.

 

Bei Depoteröffnung kostet euch eine Order 6 Monate lang nur 4,50 Euro und es ist auch noch eine Startgutschrift von 75 Euro möglich!

 

Das Direkt-Depot der ING-DiBa hier kostenlos eröffnen!

Vorteile:

 

  • kostenlose Depotführung
  • kostenlose Limits
  • kostenlose Auslandsdividenden
  • kostenloser Tax Voucher
  • da Giro- und Tagesgeldkonto ebenfalls hochwertig gut für Leute, die gerne alles bei einer Bank hätten
  • Freistellungsauftrag online änderbar
  • Video-Legitimation

Nachteile:

 

  • Ordergebühren nur durchschnittlich

 

Bild: www.pixabay.de

Hier könnt ihr euch nochmal die komplette Artikelserie zum grundlegenden Aufbau des Finanzsetups ansehen. Sie bildet das Fundament zu dieser Update-Artikelserie und enthält einen Schritt-für-Schritt-Vorschlag, wie ihr euren grundsätzlichen Umgang mit Geld gestalten könntet und eure Haushaltsfinanzen strategisch organisiert.

Wichtiger Hinweis nach § 34b WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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