Als ich mich vor einigen Jahren für die Dividendenstrategie entschieden habe, musste ich für die Marktanalyse und bei der manuellen Auswahl von interessanten Aktien viel Zeit aufwenden. Emotionen haben mir bei Anlageentscheidungen immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also war ich auf der Suche nach einer Lösung, die mir diese Arbeit abnimmt, ohne dass ich mein Geld in fremde Hände geben muss. Somit stieß ich auf den Dividenden-Alarm von Alex Fischer. Seinen Blog reich-mit-plan.de hatte ich bereits seit 2011 mit großem Interesse verfolgt. Nachdem er im Jahr 2015 offiziell seine finanzielle Freiheit ausgerufen hatte und somit seinen Service professionalisieren konnte, hat er seine Methode auch für andere Privatanleger angeboten.

 

Ich habe mich damals dazu entschlossen den Dividenden-Alarm auszuprobieren und bin seit mittlerweile mehr als drei Jahren sehr zufrieden damit. Im heutigen Beitrag möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mit dem Service gerne zusammenfassen.

 

Wenn Du wissen möchtest, wie ich antizyklisch investiere oder sich der Dividenden-Alarm in der Praxis schlägt, kann ich Dir die bisherigen Beiträge dieser Artikelserie empfehlen:

 

Artikel 1/4: Antizyklisches Investieren – Das Ei des Kostolany

Artikel 2/4: Wie Du mit dem Dividenden-Alarm deutlich bessere Renditen erzielst

Artikel 3/4: Meine Investitionen nach der Dividenden-Alarm Strategie – BASF und Allianz

Artikel 4/4: Meine Erfahrungen mit dem Dividenden-Alarm

 

 

Welchen Mehrwert bringt mir der Dividenden-Alarm?

 

 

Der Dividenden-Alarm Indikator bestimmt, wann sich der Markt in einer Kauf– oder Verkaufsphase befindet. Ziel ist es, auf diese Marktphasen zu warten und dann Aktien zu handeln, die ein Signal generieren. Das führt dazu, dass ich häufiger Aktien deutlich näher am absoluten Tiefpunkt einkaufen kann und auch häufiger näher am absoluten Hochpunkt verkaufen kann. Kurz gesagt, verdiene ich persönlich mit Dividenden-Alarm deutlich mehr Geld als ohne.

 

Die Signale werden anhand historischer Bewertungen errechnet. Das bedeutet, dass die Auswertungen rein objektiv sind. Emotionen führen zu Fehlentscheidungen und Fehlentscheidungen kosten bares Geld. Diese Emotionen kann ich mit einem automatisierten und objektiven System ausschließen. Mit dieser antizyklischen Vorgehensweise kann ich insgesamt ein deutlich besseres Chance-Risiko-Verhältnis erwirke. So entstehen die höheren Renditen.

 

Die Arbeit des Dividenden-Alarm Indikators verschafft mir Zeit für andere Dinge, da er mir eine ganze Menge an Analysearbeiten zum Market-Timing abnimmt.

 

Mit derzeit über 350 überwachten Aktien habe ich zudem eine ausreichende Auswahl an qualitativ hochwertigen Unternehmen mit einer guten Dividendenhistorie, um mir ein solide diversifziertes Depot zusammenzustellen. Eine höhere Anzahl benötige ich nicht, das würde mir zu unübersichtlich.

 

Ich habe zwar bereits ein paar Jahre Erfahrungen an den Aktienmärkten sammeln können, aber ohne Hilfe würde ich allein schon aus zeitlichen Gründen viele Kauf- und Verkaufsgelegenheiten ohne den Dividenden-Alarm nicht erkennen.

 

Am Beispiel der Bayer-Aktie hat Alex in seinem Gastartikel deutlich gemacht, dass mit Hilfe des Dividenden-Alarms in 2015 ein Verkauf der Bayer-Aktie bei 136 Euro und mehr möglich gewesen wäre. Hätte ich diese Verkaufsgelegenheit verpasst, hätte ich anschließend die Aktie im besten Fall für knapp unter 125 Euro verkaufen können. Nimmt man den bestmöglichen Verkaufszeitpunkt an, hätte ich 8,8 Prozent weniger für mein Wertpapier bekommen. Der bestmögliche Zeitpunkt wird jedoch nur von Lügnern getroffen. Von daher ist anzunehmen, dass die Gewinnspanne mit Dividenden-Alarm im Fall von Bayer noch deutlich höher gewesen wäre. Aber selbst 8,8 Prozent sind bei den derzeitigen 2,80 Euro pro Ausschüttung ganze vier Jahresdividenden.

 

Durch intelligentes Buy & Hold & Sell spare ich mir also in vielen Fällen eine Vielzahl von Jahresdividenden im Vergleich zu stumpfem Aussitzen von Kursrückgängen und kann das freigewordene Bargeld stattdessen anderweitig effektiver in wertige Aktien mit attraktiveren Aussichten investieren. Hierzu zeigt der Dividenden-Alarm in Form von Rebalancing-Optionen geeignete Alternativen an. Das sorgt bei Bedarf für einen zusätzlichen Turbo bei der Rendite.

 

In den regelmäßigen Auswertungen werden nur die Aktien aufgelistet, die ein Signal generieren. Alle anderen Aktien werden nicht erwähnt, denn aus Sicht des Dividenden-Alarm gibt es dort keinen Handlungsbedarf. Das macht es für mich sehr übersichtlich. Es gibt auch keine nervigen Live-Ansichten mit blinkenden Buttons, die der ständigen Überwachung bedürfen. In der neutralen Phase genügt mir ein kurzer Blick in die vierzehntägigen Auswertungen.

 

Die Ergebnisse der Auswertungen nehmen jedoch mir nicht die Verantwortung ab, eigenständige Entscheidungen für meinen Vermögensaufbau zu treffen. Ich gebe mein Geld also nicht in fremde Hände und bin weiterhin mein eigener Herr über meine Finanzen.

 

 

Welche Aspekte sollte man beim Dividenden-Alarm unbedingt beachten?

 

 

Wenn Du lieber versuchen möchtest, aus den kurzfristigen Marktbewegungen Kapital zu schlagen oder gar mit Daytrading Geld zu verdienen oder zu jeder Zeit investiert sein möchtest, ist der Dividenden-Alarm für Dich eher nicht geeignet. Auch wenn Du bereits ein Profi in Markt- und Aktienbewertung bist, kommst Du ohne diesen Service aus.

 

Im Sinne der Dividenden-Alarm Strategie wird von Alex auch empfohlen, grundsätzlich dann Aktien zu handeln, wenn die Kaufphase des Marktes und das Kaufsignal einer einzelnen Aktie zeitgleich eintreten. Das ist sicherlich als grobe Orientierung zu sehen, muss aber nicht zwingend so durchgezogen werden, wie man an meinem Beispiel der Allianz-Aktie erkennen kann. Wer den überwiegenden Teil seiner Aktionen in solchen Phasen durchführt und sich in den übrigen Marktphasen gezielt wenige Unternehmen herauspickt, ist damit sicherlich gut beraten.

 

Als etwas störend empfinde ich manchmal das vierzehntägige Auswerteintervall, da Signale einzelner Aktien theoretisch bei Veröffentlichung der Auswertung bereits wieder erloschen sein können. In oder Kauf- bzw. Verkaufsphasen des Dividenden-Alarm Indikators werde ich als Mitglied jedoch rechtzeitig per Sondernewsletter informiert und kann in dieser Zeit tagesaktuelle Daten abgreifen, so dass das für mich persönlich kein großes Problem darstellt.

 

Update vom 06.03.2018: Ich wurde heute darauf hingewiesen, dass sogar eine wöchentliche Auswertung angeboten wird. Als Blogbeitrag gibt es vierzehntägig die erwähnte Auswertung. In der Zwischenwoche kann die Auswertung über eine Unterseite eingesehen werden. Die Info war mir so nicht bekannt, möchte ich Dir aber nicht vorenthalten.

 

Der Dividenden-Alarm berücksichtigt grundsätzlich keine Sonderdividenden. Es ist daher notwendig Sonderdividenden manuell zu prüfen, um nicht zu falschen Ergebnissen zu kommen. Trotzdem ist das Vorgehen von Alex in solchen Fällen richtig und konsequent. So geht mir im schlimmsten Fall eine Kaufgelegenheit durch die Lappen. Würde er diese Sonderdividenden berücksichtigen, gäbe es die Gefahr einer folgenschweren Fehlinvestition. Ich möchte Dir das am Beispiel der RWE-Aktie erklären:

 

Die RWE-Aktie generiert mit einer Dividendenrendite von derzeitigen 3,3 Prozent gefühlt bereits seit dem Beginn der Energiewende ein Verkaufssignal. Jedoch werden die RWE-Aktionäre in diesem Jahr mit einer Sonderdividende von 1 Euro versehen. Zusammen mit der regulären Dividende kommt man somit auf eine Ausschüttung von 1,50 Euro pro Aktie. Bei Berücksichtigung der gesonderten Dividende käme man beim aktuellen Aktienkurs auf eine Dividendenrendite von sage und schreibe 10 Prozent. In diesem Fall würde der Dividenden-Alarm vermutlich ein Kaufsignal generieren, welches im kommenden Jahr zum bösen Erwachen führen könnte, wenn der Sondereffekt überraschend wegfiele.

 

Übrigens findet man hier wieder ein tolles Beispiel, warum man Kaufentscheidungen nicht ausschließlich an der hohen Dividendenrendite festmachen darf.

 

Ich habe meine Mitgliedschaft vor einigen Jahren noch zu einem Preis von 99 Euro pro Jahr abschließen können. Mittlerweile wurde der Jahresbeitrag nach zahlreichen Verbesserungen und Anpassungen auf 199 Euro erhöht. Da Alex sehr transparent mit seinen Kunden umgeht, ist mir klar, dass es er auch zukünftig seinen Service weiter verbessern und Preisanpassungen vornehmen wird. Auf Grund der Lifetime-Garantie bin ich als Kunde von späteren Preiserhöhungen jedoch nicht betroffen. Ich zahle also auch in 20 Jahren noch den anfänglichen Preis, sofern ich meine Mitgliedschaft nicht zwischenzeitlich kündige. Den aktuellen Preis finde ich immer noch fair.

 

Bei einer Aktienposition von 1000 – 2500 Euro ist es meiner Meinung nach möglich, dass sich der Jahresbeitrag bereits bei der ersten Aktie amortisiert. Auch wenn ich dafür natürlich keine Garantie habe, kann ich von einem Bankberater keine so objektive Entscheidungshilfe bei der Auswahl von Einzelaktien erhalten. Im Gegenteil, oftmals muss ich die Kernaussage aus dessen umständlichen Formulierungen erst selbst herausarbeiten oder stehe nach Abschluss eines Fondssparplans ziemlich alleine da. Für den Dividenden-Alarm hingegen, stehen mir umfangreiche Supportfunktionen, wie E-Mail-Kurse oder Chatbegleitung zur Verfügung.

 

 

Welche Alternativen zum Dividenden-Alarm sind noch denkbar?

 

 

Eine passive Anlagestrategie mit ETF-Sparplänen ist natürlich immer eine ernsthafte Alternative, die man im Hinterkopf haben sollte. Wer jedoch versucht, dauerhaft mehr als eine Durchschnittsrendite zu erreichen und auf eine aktive Anlagestrategie setzen will, kann mit etwas höherem zeitlichem Aufwand die Auswertungen des Dividenden-Alarms auch selbst durchführen.

 

Denkbar wäre auch eine professionelle Honorarberatung. Hier suchst Du Dir einen kompetenten Partner, der nicht auf Provisionsbasis arbeitet und somit wirklich unabhängig ist. Diese Fachleute rechnen Ihr Honorar zumeist auf Stundenbasis ab. Ich würde mir wünschen, dass sich die Anzahl der kompetenten Honorarberater in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich erhöht.

 

 

Fazit:

 

Unter Berücksichtigung der Alternativen und nach sorgfältiger Abwägung von Aufwand gegen Kosten, habe ich mich für den Dividenden-Alarm entschieden. Kostenbewusstsein hat für mich bei der Geldanlage eine hohe Priorität, da dies einen nicht unerheblichen Teil der Rendite ausmacht. Die Minimierung meines zeitlichen Aufwandes ist mir ebenfalls extrem wichtig.

 

Neben den Transaktionsgebühren ist die Jahresgebühr für den Dividenden-Alarm die einzige regelmäßige Ausgabe und damit der einzige kostenpflichtige Service für meinen Vermögensaufbau. Auch wenn sich der Wert des Dividenden-Alarm für mich nicht in Euro beziffern lässt, bin ich mir sicher, dass das eine meiner renditeträchtigsten Investitionen ist.

 

Für meine beiden Beispielwerte BASF und Allianz bleibt mir nun nichts weiter als abzuwarten, bis der Dividenden-Alarm ein entsprechendes Signal generiert. Erst dann werde ich wieder aktiv und beschäftige mich näher damit. Und bis dahin füllt sich mein Cashbestand durch die monatliche Sparrate von ganz allein. Manchen ist das sicherlich zu langweilig. Für mich ist das erfolgreiches und entspanntes Investieren.

 

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Sofern Du Dich weitergehend über den Dividenden-Alarm informieren möchtest, kann ich Dir die umfangreichen Erläuterungen von Alex empfehlen:

 

Bild: © panthermedia.net /Olivier26

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Wichtiger Hinweis nach § 34b WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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