In meiner allerersten Artikelserie habe ich versucht, euch die Notwendigkeit eines konsequenten Konzeptes im Umgang mit Geld nahe zu bringen und euch einen Vorschlag für eine strategische Blickweise auf eure Haushaltsfinanzen gemacht.

 

Die Artikelserie zu meinem Finanzsetup ist damals auf große Resonanz gestoßen und wird auch heute noch regelmäßig gelesen. Seitdem werde ich häufig von euch gefragt, welche Konten und Depots ich konkret für das Konzept nutze. Von daher wurde es langsam Zeit für eine Update-Artikelserie.

 

Hierbei möchte nicht einfach mit Hilfe von „Copy/Paste“ die Vor- und Nachteile aus Testberichten herunterbeten, sondern euch meine eigenen Erfahrungen detailliert vorstellen.

 

Ich möchte begründen, für welche Anbieter ich mich aus welchen Gründen entschieden habe und welche persönlichen Bedürfnisse dem zu Grunde liegen.

 

Insgesamt umfasst das Update zum Finanzsetup fünf Artikel. In diesem Beitrag geht es um meine Girokonten, im nächsten Artikel zeige ich euch meine Tagesgeldkonten und zum Schluss erscheinen die Artikel zu meinen Depotanbietern.

 

Das Einnahmenkonto und das Freibudgetkonto werden in meinem Finanzsetup als Girokonten geführt. Falls ihr gerade nicht wisst, an welcher Stelle vom Finanzsetup wir uns gerade befinden, könnt ihr euch die Grafik in der Übersicht noch einmal aufrufen.

 

Uebersichtsgrafik Kontenstruktur Gesamt

 

 

1. Das Einnahmenkonto

 

Dieses Konto nutze ich als Gehaltskonto. Das Geld, womit ich meine monatlichen Fixkosten bediene, verbleibt auf diesem Konto. Das übrige Geld wird per Dauerauftrag sofort nach Gehaltseingang auf die anderen Konten verteilt.

 

Mein Einnahmenkonto bleibt also weitgehend unangetastet. Alles läuft automatisch per Dauerauftrag oder Lastschrift. Eine persönliche Beratung benötige ich nicht. Ich wüsste auch nicht, was bei einem Girokonto großartig zu beraten wäre. Von daher ist für mich hier das allerwichtigste Kriterium die kostenlose Kontoführung.

 

 

Das Girokonto der ING-DiBa

ING-DiBa

 

 

Die größte Direktbank in Deutschland. Seit 2006 ist die Bank von Dirk Nowitzki ununterbrochen die „beliebteste Bank“. Im letzten Jahr hat die ING-DiBa mit den Titeln „beste Bank“ und „beste Direktbank“ dann sogar das Triple komplett gemacht.

 

Die ING-DiBa überzeugt mich mit einem richtig guten Rundumpaket. Kunde bin ich dort seit dem Jahr 2011. Zusätzlich zum Girokonto, habe ich auch noch ein Depot mit Verrechnungskonto dort. Warum ich mein Finanzsetup trotzdem um einige weitere Anbieter ergänzt habe, erfährst du im weiteren Verlaufe der Artikelserie.

 

Als vor einigen Monaten die ersten Banken angekündigt haben, die Gebühren für Kontoführung zu erhöhen, versprach die ING-DiBa zeitgleich, ihr Girokonto auch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen.

 

Entgegen meiner ursprünglichen Pläne, die ich noch im News-Beitrag Mai erläutert habe, bin ich nach der Erhöhung der Kontoführungsgebühren meiner Hausbank, nach 20 Jahren mit meinem Einnahmenkonto und nach reiflicher Überlegung zu einer Direktbank gewechselt.

 

Das Konto war bereits vor einigen Jahren eröffnet worden, fand aber bislang keine Verwendung. Ich habe es bei der Depoteröffnung einfach dazu genommen, weil ich es auf die Neukundenprämie abgsehen hatte. Irgendwie hatte ich aber immer Bedenken vor einem Umzug meines Gehaltskontos.

 

 

Unkomplizierter Kontowechsel

 

Nach meinem Entschluss fühlte ich mich auch anfangs etwas unwohl, weil ich die Befürchtung hatte, dass nicht alle Zahlungspartner meine Bankverbindung rechtzeitig umstellen würden und ich über Monate zwei Konten mit ausreichender Deckung parallel führen müsste. Insbesondere meinem Dienstherrn habe ich den Wechsel nicht auf Anhieb zugetraut.

 

Ehrlich gesagt, war ich aber auch neugierig den Kontowechselservice auszuprobieren und für einen Blogbeitrag zu testen. Letztlich hat alles reibungslos funktioniert! Der Wechsel wurde innerhalb eines Monats vollständig und ohne Komplikationen vollzogen. Der Aufwand hielt sich sehr in Grenzen.

 

Die meisten Zahlungspartner konnten von der ING-DiBa automatisch informiert werden. In einigen wenigen Fällen, wo das nicht möglich war, konnte ich mir einfach ein vorgefertigtes Anschreiben ausdrucken und selbst mit der Post verschicken. Das war schon alles.

 

Das erwartete Chaos blieb also aus. Dabei war diese Sorge eigentlich der Hauptgrund, warum ich meiner Hausbank so lange treu geblieben war.

 

Besonders gut gefällt mir, dass ich fast nichts mehr auf dem Postweg erledigen muss. Die Video-Legitimation ersetzt das umständliche Post-ID-Verfahren und sogar den Freistellungsauftrag kann ich online erteilen und ändern.

 

 

Hilfreiche Apps

 

Das Angebot wird ständig weiter entwickelt und um immer neue und nützliche digitale Innovationen ergänzt. Bei meiner Hausbank war es mir bis zum Schluss nicht möglich, eine Überweisung per Handy oder Tablet durchzuführen. Und das im Jahr 2017! Diese Einschränkung bin ich nun los. Derzeit existieren bereits mehrere Apps, mit denen sich bereits eine ganze Menge mobil erledigen lässt.

 

Zukünftig soll die Banking to go App sämtliche Funktionen zusammenfassen und die anderen Apps ersetzen. Besonders freue ich mich auf die Funktion der Fotoüberweisung und auf die Möglichkeit, auch meine Fremdkonten über diese App zu verwalten. Wer Bedenken hinsichtlich der Sicherheit hat, kann sich hier das Sicherheitsversprechen der  ING-DiBa anschauen.

 

 

Günstiger Dispokredit

 

Mein Finanzplanjahr startet immer zum 01.Januar. Ich versuche meine Rechnungen nach Möglichkeit jährlich zu zahlen, da eine monatliche Zahlungsweise oft zu Preisaufschlägen führt, die mit meinem Finanzsetup unnötig sind. Im Januar wird also immer besonders viel Geld bei mir abgebucht. Ich muss mal schauen, ob ich das nicht ein bisschen besser übers Jahr verteilen kann.

 

Derzeit habe ich für dieses Konto einen überschaubaren Dispokredit eingerichtet, um die höheren Ausgaben am Jahresanfang automatisiert bedienen zu können. Die ING-Diba verlangt dafür 6,99 % Zinsen pro Jahr, was ich vergleichsweise günstig finde. Bei mir ist der Disporahmen ausschließlich für diesen Zweck gedacht und wurde auf 30 % eines Monatsgehaltes festgelegt.

 

Durch das Finanzsetup sind dann ab Februar/März von ganz allein wieder ausreichende Geldmittel auf dem Einnahmenkonto vorhanden und ich kann damit ganz bequem die restlichen Ausgaben des Jahres bezahlen.

 

In meinem Konzept sieht das Einnahmenkonto keine EC-Kartennutzung oder Verfügungen am Geldautomaten vor und läuft vollautomatisch. Diese Aspekte sind vielmehr für das Freibudgetkonto interessant.

 

Wenn ihr euch für das kostenlose Girokonto der ING-DiBa interessiertkönnt ihr es hier eröffnen und euch eine attraktive Gutschrift sichern!* Zum Monatsanfang wurde dort gerade ganz aktuell der Neukundenbonus auf 75 Euro erhöht.

2. Das Freibudgetkonto

 

Mein freies Budget ist das, was ich jeden Monat zum Essen, Trinken und für meine Freizeitgestaltung zur Verfügung habe. Viele Menschen sind der Ansicht, dass das freie Budget zum Schluss festgelegt werden sollte, wenn alle anderen Ausgaben bereits berücksichtigt sind. Schließlich darf man nur das verkonsumieren, was im Monat wirklich übrig ist.

 

Ich verfolge da einen etwas anderen Ansatz. Ich bin der Ansicht, Vermögensaufbau kann nur dann funktionieren, wenn man mit dem Betrag, den man im Monat zur freien Verfügung hat, zufrieden ist und gut auskommen kann. Zwanghaftes Sparen an allen Ecken und Enden, Geiz und Kleinlichkeit bei alltäglichen Dingen sind nichts für mich.

 

Ich möchte mein Leben genießen und mir ab und an etwas gönnen können. Das gehört für mich zur Lebensqualität und erhöht den Spaß beim Vermögensaufbau.

 

Diese Vorgehensweise funktioniert allerdings nur, wenn man ein gewisses Maß an Disziplin an den Tag legt. Das bedeutet für mich, dass das freie Budget zwar großzügig festgelegt, aber in absolut keinem Fall überschritten wird. Es muss sich über den Monat so verteilen, dass am Ende des Monats mindestens eine schwarze Null steht.

 

Damit es nicht in jedem Monat eng wird, lege ich das freie Budget vor den übrigen Kategorien fest. Durchaus großzügig aber mit Augenmaß! Unvorhergesehene und nicht regelmäßige Einnahmen werden auf dieses Konto eingezahlt.

 

 

Abhebungen am Geldautomat

 

Das Freibudgetkonto ist das einzige Konto, für das ich einen Geldautomat benötige. Dieses Konto wird von mir mit Abstand am häufigsten genutzt. Hier sind mir kostenlose Kontoführung und ein Geldautomat in unmittelbarer Nähe meines Hauses am wichtigsten.

 

Auch dieses Konto habe ich bei der ING-DiBa eröffnet, da ich mir die Gebühren ersparen und mein Finanzsetup gerne auf so wenige Anbieter wie möglich beschränken möchte. Es soll ja möglichst einfach gehalten werden. Bei der ING-DiBa sind pro Person je ein Einzelkonto und ein Gemeinschaftskonto möglich.

 

Mit der VISA Karte, bei der es sich um eine Debitkarte handelt, kann ich auch am Geldautomaten meiner ehemaligen Hausbank kostenlos Geld abheben. Weil das Freibudgetkonto nicht mit Lastschriften oder Daueraufträgen belegt ist, ist der Umzug extrem einfach.

 

Für mich ändert sich außer einer anderen Karte und fast 100 Euro Ersparnis pro Jahr erst einmal nichts. Hier könnt ihr nachschauen, wo ihr in eurer Nähe mit der VISA-Karte kostenlos Geld abheben könnt.

 

Ich habe keinerlei Bedenken zukünftig keinen persönlichen Ansprechpartner mehr zur Verfügung zu haben. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt zum Thema Girokonto persönlich auf einen Bankmitarbeiter zugegangen bin.

 

Die perfekte Direktbank also? Für mich kommt es dem sehr nahe. Trotzdem gibt es hier auch einen Haken, für den ich allerdings lange suchen musste, der für euch vielleicht wichtig sein könnte: Einzahlungen sind an den eigenen Geldautomaten nicht möglich.

 

Hierfür muss der Umweg über eine Fremdbank bzw. deren Geldautomaten genommen werden. Höchstwahrscheinlich werden dann dafür Gebühren fällig. Für mich ist das zu verschmerzen, da ich sehr selten Bargeld einzahle. Mir ist es aber wichtig, euch auf diesen Umstand hinzuweisen.

 

Im Prinzip ist die ING-DiBa für mich der Hauptansprechpartner in Finanzfragen. In den wenigen Bereichen, in denen ich in Bezug auf meine persönlichen Bedürfnisse Verbesserungspotential erkannt habe, habe ich mein Finanzsetup punktuell um weitere Anbieter ergänzt. Im nächsten Artikel werde ich dir meine Tagesgeldkonten vorstellen.

 

Ich finde, dass eine persönliche Beratung für ein Girokonto heutzutage nicht mehr notwendig ist. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend und auch für Neulinge im Online-Banking einfach zu durchschauen.

 

Wenn doch einmal Fragen zur Kontoverwaltung auftauchen sollten, hilft euch der telefonische Support schnell und unkompliziert weiter. Eine ewige Warteschleife habe ich bislang noch nicht erlebt.

 

Wenn ihr euch für das kostenlose Girokonto bei der ING-DiBa interessiert, könnt ihr es hier eröffnen!* Seit dem 01. September ist der Neukundenbonus sogar auf 75 Euro erhöht worden.

 

Bei welcher Bank habt ihr euer Girokonto? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit der ING-DiBa gemacht und könnt davon berichten? Wie immer, freue ich mich auf euren Kommentar!

Vorteile:

 

  • kostenlose Kontoführung
  • kostenlose EC- und VISA-Karte
  • Gebührenfrei Geld abheben an fast allen Geldautomaten
  • innovative Apps
  • günstiger Dispokredit
  • 75 Euro Startgutschrift möglich

Nachteile:

 

  • Bareinzahlung nur bei Fremdbanken möglich
  • Gebühren beim Abheben außerhalb der Euro-Zone

 

Bild: www.pixabay.de

Hier könnt ihr euch nochmal die gesamte Artikelserie zum grundlegenden Aufbau des Finanzsetups ansehen. Sie bildet das Fundament zu dieser Update-Artikelserie und enthält einen Vorschlag, wie ihr Schritt-für-Schritt euren grundsätzlichen Umgang mit Geld gestalten könnt und eure Haushaltsfinanzen strategisch organisiert.

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