Über eine gute Freundin wurde ich am Ende des vergangenen Jahres auf Anna und Eddy aufmerksam, die als Lazyinvestors Grundlagen zur Altersvorsorge vermitteln. Mit Anna bin ich damals zur selben Schule gegangen und ich war überrascht, dass wir thematisch scheinbar nun auch im selben Bereich unterwegs sind.

 

Nachdem die beiden irgendwann endlich – nach eigenen Angaben viel zu spät – das Thema Altersvorsorge angepackt haben, ist ihnen aufgefallen, dass mit den Produkten, die ihnen von ihren Beratern angeboten wurden, scheinbar etwas nicht stimmt. Sie haben dann beschlossen sich selbst intensiv mit der Sache zu beschäftigen und nach und nach festgestellt, dass aus dem notwendigen Übel Altersvorsorge seltsamerweise eine Leidenschaft wurde.

 

Um mir ein Bild davon zu machen, wie die beiden mit dem Thema umgehen, habe ich mich etwas näher mit ihrem Projekt befasst und mich auch für ihr erstes Webinar angemeldet. Hierbei bin ich auf erstaunlich viele Gemeinsamkeiten gestoßen, aber auch auf eine Besonderheit, die ich so weder von klassischen Finanzexperten noch aus den zahlreichen Finanzblogs kannte…

 

 

 

Lazyinvestors Altersvorsorge

 

 

 

Liebe Lazyinvestors, habt ihr Lust euch zuerst einmal kurz vorzustellen?

 

Wir sind Anna und Eddy, zwei Wahl-Nordlichter aus Hamburg und wir helfen Leuten, ihre Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen.

 

 

Wie ist denn die Idee für dieses Projekt entstanden?

 

Nachdem wir unseren Familien und engeren Freunden dabei geholfen haben, ihre Altersvorsorge in den Griff zu bekommen, kamen nach und nach immer mehr Freunde und Bekannte, die sich auch für das Thema interessiert haben. Daraufhin haben wir uns überlegt, erstmal offline ein Seminar zu geben und darin die Strategie des passiven Investierens zu vermitteln. Die Seminare kamen bei den Leuten super an, waren aber natürlich erstmal auf den Raum Hamburg begrenzt. Das positive Feedback war für uns also das Startsignal, einen Online-Kurs zu bauen, um noch mehr Leuten Zugang zu dem Wissen zu bieten. Durch die Präsenz-Seminare konnten wir schon sehr gut abklopfen, was für die Leute wirklich wichtig ist und so den Online-Kurs möglichst ausgeklügelt basteln.

Wir wollen den Leuten einfach die Hürde nehmen, um in das Thema einzusteigen. Die Reaktionen auf unsere Seminare und jetzt auf den Online-Kurs zeigen, dass das eine ganz gute Idee ist.

 

 

Wenn ich mich selber um meine Altersvorsorge kümmern möchte, habe ich die Möglichkeiten entweder aktiv oder passiv zu investieren. Warum habt ihr euch für das passive Lager entschieden?

 

Nach Kosten etc. macht das statistisch gesehen am allermeisten Sinn. Nur 2% der aktiven Fondsmanager schaffen es, langfristig den Markt zu schlagen. Warum also nicht gleich mit der Marktrendite mitgehen und sich den spekulativen Rummel sparen?

 

 

An wen richtet sich denn euer Angebot genau? An Warmduscher, Fachmänner oder Zocker?

 

Es richtet sich an Warmduscher und Fachfrauen, auch wenn wir persönlich kalt duschen. Unsere Zielgruppe ist ganz klar die sogenannte GenerationY, also unsere Generation und die folgende. Leute, die ihre Altersvorsorge selbst in den Griff kriegen wollen und sich nicht sklavisch an ihre eigene Arbeitskraft binden möchten. Für Zocker ist das Angebot ganz klar nicht, da es uns um einen langfristigen Vermögensaufbau geht.

 

 

Mit welchen Altersvorsorgeprodukten habt ihr eigene Erfahrungen gemacht und was hat letztendlich zu einem Umdenken geführt?

 

Eddy hat einen geschlossenen Immobilienfond, Bausparverträge und hätte fast eine Rentenversicherung abgeschlossen. Anna hatte tatsächlich eine Rentenversicherung abgeschlossen, aber rechtzeitig widerrufen. Wir hatten damals einfach kein gutes Gefühl, nachdem der Versicherungsmakler wieder das Haus verließ. Selbst mit unseren Uni-Abschlüssen sind wir nicht durch diese merkwürdigen Versicherungsverträge durchgestiegen bzw. es kam uns einfach alles extrem suspekt vor und war völlig intransparent.

Nachdem Anna mit ihrem Bruder zufällig über das Thema sprach, kam die Vermögensanlage in ETF ins Spiel und das Blatt wendete sich. Daraufhin hat Eddy sämtliche Bücher gekauft und Anna hat alle gelesen. Nach und nach hat sie dann auch noch das Internet durchgelesen, alles selbst nachgerechnet und weiß jetzt ganz gut Bescheid.

 

 

Gibt es konkret etwas, das ihr als euren größten Fehler bei der Geldanlage bezeichnen würdet?

 

Ja, sich nicht früher selbst um die Sache gekümmert, sondern sein hartverdientes Geld fremden Leuten anvertraut zu haben, ohne Bescheid zu wissen, was denn mit dem Geld so genau passiert. Dadurch hat Eddy in der Finanzkrise 2008 ordentlich Kohle verloren und den geschlossenen Immobilienfond hat er heute immer noch an der Backe. Mit dem heutigen Wissen wäre das alles natürlich nicht passiert.

 

 

Bekanntermaßen habe ich keine beruflichen Berührungspunkte mit der Finanzbranche. Daher werde ich manchmal gefragt, was mich qualifiziert, anderen Menschen Ratschläge in Finanzfragen zu geben. Wie antwortet ihr auf diese Frage?

 

Anna hat einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften mit Bestnote und kann mit Zahlen ziemlich gut umgehen. Das stellt sie auch täglich im Berufsalltag als Financial Controllerin unter Beweis. 

Zudem beschäftigt sie sich jetzt schon mehrere Jahre mit der Altersvorsorge mittels passiven Indexfonds. Letztendlich ist das Ganze keine Raketenwissenschaft und jeder Mensch, der sich ordentlich reinkniet, kann sich das auch selbst erarbeiten. Natürlich muss man die entsprechende Zeit dafür investieren.

 

 

 

Genau wie ich, setzt ihr auch auf die Eigenverantwortung der Leute und vermittelt lieber Finanzwissen anstatt direkt eine fertige Lösung vorzukauen. Warum? Schließlich ist das ja schon der aufwändigere Weg.

 

Wir sind der Meinung, dass Eigenverantwortung ein extrem wichtiger Teil für ein erfülltes Leben ist. Wir haben bei uns selbst gemerkt, wie befreiend es ist, wenn man die eigene Geldanlage versteht und nicht mehr dieses Black-Box Gefühl hat, weil das eigene Geld in einem Konstrukt hängt, das man nicht nachvollziehen kann. Nicht zuletzt ist es auch einfach der günstige Weg bei gleichzeitig enormerer Wahlfreiheit: siehe Passives Einkommen und vorzeitiger Renteneintritt.

 

 

In der ersten Version eurer Webseite ist mir aufgefallen, dass ihr eine Art der Ansprache gewählt habt, die es meines Wissens nach, so in der Finanzwelt noch nicht gibt. Welche Idee steckt denn dahinter?

 

Die Ansprache haben wir so gewählt , weil wir genau so sprechen. Wir wollen ein authentisches Bild abliefern und zeigen, dass man ohne Anzug und Krawatte ziemlich viel Ahnung haben kann. Zudem sind wir der Meinung, dass gerade die Finanzbranche ein bisschen mehr Lockerheit und Humor vertragen kann.

 

 

Im Januar habt ihr euer erstes Webinar gehalten. Wie sind eure Eindrücke?

 

Überwältigend – Das Thema ist extrem gefragt und unser Webinar kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Die Annahme des Kurs-Angebots hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und das, obwohl wir gerade mal 160 Leute in unserem Newsletter hatten. Wir haben bisher keine Werbung, sondern nur über das eigene Netzwerk unser Projekt bekannt gemacht.

 

 

Wie geht es bei euch in nächster Zeit weiter?

 

Wir arbeiten gerade fleißig an unserem Blog, in dem das Thema “Geld und glücklich sein” die führende Rolle spielen wird. Es geht aber nicht, wie man vielleicht denken mag, um das reine Anhäufen von Kapital, um möglichst viel für Klamotten und Autos ausgeben zu können, sondern um die Frage: “Warum hat Konsum wenig mit Glück zu tun und wie kann ich durch mein verdientes Geld maximale Freiheit erreichen?” Da freuen wir uns schon sehr drauf. Natürlich werden wir auch weiterhin Webinare veranstalten.

 

 

Zum Abschluss dürft ihr noch einen einzigen nachhaltigen Finanztip für die Leute formulieren. Wie lautet er?

 

Nehmt Eure Finanzen selbst in die Hand!

 

 

Vielen Dank an euch fürs Mitmachen und viel Erfolg mit eurem Projekt!

 

Wer seine Altersvorsorge zumindest zum Teil auf passive Investmentfüße stellen möchte, für den könnte das Angebot der beiden Lazyinvestors in Frage kommen. Im kostenlosen Webinar wird erklärt, wie du als Einsteiger in die Self-Made-Geldanlage eine sinnvolle und gebührenarme Vorsorge aufbauen kannst. Anna führt fachlich fundiert und trotzdem locker und authentisch durch die kurzweiligen ca. 60-Minuten. Im Anschluss kannst du alle Fragen stellen, die dir auf den Nägeln brennen. Wenn du dir ein umfassendes Bild gemacht hast, hast du die Möglichkeit den kostenpflichtigen Online-Kurs der beiden zu buchen. Bei der Beurteilung des Kurspreises solltest du diesen in Relation zu Abschlussgebühren von herkömmlichen Altersvorsorgeprodukten oder zum Stundenlohn eines Honorarberaters setzen und dann eine Entscheidung treffen. Die beiden sind von ihrem Produkt absolut überzeugt und bieten daher eine bedingungslose 30-tägige Geld-zurück-Garantie an.

 

Als aktiver Investor gehöre ich selbst nicht zur Zielgruppe von Anna und Eddy. Deshalb kann ich leider keine eigenen Erfahrungen zum Online-Kurs schildern. Wenn du aber das Webinar schon besucht hast oder Erfahrungen mit dem Online-Kurs gesammelt hast, würde ich mich das sehr interessieren. Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu!

 

Bild: © panthermedia.net /ADDRicky

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