Vor einer Weile habe ich mich gefragt, ob die Banken die Digitalisierung verschlafen haben. Einige Anzeichen dafür sind jedenfalls nicht wegzudiskutieren. Gleichzeitig sind immer mehr Privatkunden mit der jetzigen Form der Kundenberatung unzufrieden. Diese Entwicklung bildet den Nährboden für aufstrebende Fintech-Unternehmen.

 

Ich möchte dir heute ein solches junges und sympathisches Start-Up aus München vorstellen. Das Team von Aktienassistent.de bietet mit seinen Analysearbeiten Hilfestellungen bei Aktieninvestments für Privatanleger. Hierbei gehen sie nach der nachweislich erfolgreichen Levermann-Methode vor. Diese Methode beinhaltet ein kennzahlenbasiertes System zur Aktienanalyse. Wer Susann Levermann ist und wie die Levermann-Strategie genau funktioniert, erfährst du beim Finanzrocker.

 

Obwohl ich mich selbst für eine Dividendenstrategie entschieden habe, weil ich damit einfach regelmäßige Zusatzeinnahmen generieren möchte, schaue ich mir zwischendurch gerne auch andere Anlagestrategien an. Ein Blick über den Tellerrand hinaus kann ja nie schaden.

 

Wer sein Geld aktiv in Aktien anlegen möchte, auf der Suche nach einer Strategie ist und selbst keine Zeit oder Lust auf Analysearbeiten hat, sollte das folgende Interview nicht verpassen.

 

 

Aktienassistenten Levermann

 

 

Liebe Aktienassistenten, vielen Dank, dass ihr euch für ein Interview mit einem so jungen Finanzblog zur Verfügung stellt. Soweit ich weiß, kommt ihr alle aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie der Medizin, der Wirtschaftsmathematik oder der Psychologie. Wie kommt da der Zusammenschluss in der Finanzbranche zustande? 

 

Vor allem eben weil wir alle nicht primär aus der Finanzbranche stammen, drängte sich uns der Eindruck auf, dass die Welt der Börse nur denen offen steht, die über Expertenwissen verfügen und sich intensiv  damit auseinandersetzen. Für uns war das keine befriedigende Situation, denn sinnvolle Geldanlage und Zukunftsvorsorge sollten etwas sein, das einem jeden von uns möglich ist. Daher beschloss unser Geschäftsführer und zugleich auch zündender Kopf von Aktienassistent die Chancen und Möglichkeiten der Geldanlage dort hinzubringen, wo ein Zugang noch nicht oder nur begrenzt vorhanden war. Eine einfache Aktienanlage sollte für alle ermöglicht werden, mittels bewährter, einfacher und zeitsparender Anlagestrategie! Und genau das tun wir nun jeden Tag auf’s Neue mit Aktienassistent.

 

 

Ihr bietet Euren Kunden eine umfangreiche Betreuung bei der aktiven Aktienanlage an und geht hierbei nach der sogenannten Levermann-Methode vor. Vielleicht könntet ihr denjenigen, die davon noch nicht gehört haben, kurz erklären, worum es bei dieser Strategie geht?

 

Bei der Levermann-Methode handelt es sich um ein Modell einer quantitativen Aktienauswahlstrategie. Genauer gesagt, ist die Levermann-Strategie eine Scoring-Methode bei der einzelne Kriterien zu einem Gesamtscore addiert werden. Dieser Score setzt sich aus 13 verschiedenen Kennzahlen zusammen, die in die Kategorien wirtschaftliche Qualität, Bewertung des Kurses, Börsenstimmung, Momentum, Technik und Wachstum eingeteilt werden können.

Jede Kennzahl wird dabei in jedem Kriterium entweder mit 1, 0 oder -1 Punkten bewertet. Daraus lässt sich ein Gesamtscore ableiten, welcher die Spielregeln quasi festlegt. Auf Basis des Scores weiß der Aktienanleger, wann eine Aktie verkauft oder gekauft werden soll.

 

 

Für uns Privatanleger ist es absolut notwendig in Sachen Geldanlage eine Strategie zu verfolgen. Im Internet werden mittlerweile unzählige gute und schlechte Konzepte zur Aktienanlage angeboten. Die Levermann-Methode wird teilweise sogar als „heiliger Gral“ der Geldanlage propagiert. Warum habt ihr diese Strategie ausgewählt und für wen eignet sie sich?

 

Das würden wir nicht ganz so unterschreiben. Der „heilige Gral“ ist wohl eher überhaupt ein klares Rezept zu haben, mit dem man sich sicher fühlt und anhand dessen durch den Börsendschungel hangeln kann.

Warum es unbedingt die Levermann-Methode sein sollte? Nun, wir waren primär auf der Suche nach einer Strategie, die uns zeigt wie man Aktien auswählt und damit das Ersparte langfristig und vernünftig erhält und vermehrt. Dabei ist die Levermann-Strategie aufgekommen und hat uns überzeugt. Unserer Meinung nach, ist nicht die komplizierte Analyse mit den zu vielen Charts oder den Unmengen an Zahlen an der Börse angebracht, sondern die einfache Logik einer bewährten Strategie kombiniert mit einer guten Risikokontrolle. Für uns ist die Methode gut recherchiert, stammt von einer Expertin und ist eben eine sehr objektive Methode. Klare Regeln für Kauf und Verkauf stehen fest und verbannen damit das Bauchgefühl. Natürlich nur sofern man sich auch daran hält. In Kombination mit einem durchdachten, transparenten Analysesystem, das einem die zeitintensive Arbeit abnimmt, ist die Strategie genau das richtige für Alle, die Geldanlage und Zukunftsvorsorge als ein wichtiges Thema ansehen, jedoch auch der Meinung sind, dass es viel wichtigeres im Leben gibt als die Goldstücke tagein tagaus zu zählen.  

 

 

Ich bin der Ansicht, dass man sein Geld nur investieren sollte, wenn man ganzheitlich versteht, was man da tut. Deshalb versuche ich meine Blogbesucher zu Eigenverantwortlichkeit und Wissensaneignung zu motivieren. Erst danach macht eine Automatisierung Sinn. Inwiefern kann der Aktienassistent diesem Anspruch genügen?

 

Da würden wir uns dir vollkommen anschließen. Auch wir sind der Meinung, dass Eigenverantwortlichkeit und Wissensaneignung das A und O sind. Wir motivieren unsere User, dass Buch von Susan Levermann zu lesen. Es ist so geschrieben, dass man die einzelnen Analysekriterien gut versteht und erkennt warum sie sinnvoll sind. Man überzeugt sich also einmal von der Plausibilität, ohne dass man sie selbst bis ins letzte Detail verstehen muss. Das reicht völlig aus. Es ist nicht unbedingt notwendig ein Börsenexperte zu sein, um sich dem Thema der Geldvorsorge zu widmen. Genauso wenig muss man wie Dagobert Duck jeden Tag seine Münzen und Anlagen zählen und überwachen. Und genau an diesem Punkt setzt der Aktienassistent an: wir ermutigen zur Auseinandersetzung mit der Börse, zeigen wie einfach sinnvolle Geldanlage sein kann und stehen bei Fragen aller Art jederzeit zur Verfügung.

 

 

Welche Hilfestellungen könnt ihr einem Einsteiger, der sich zum ersten Mal aufs Börsenparkett wagt, anbieten? Welche Kanäle zur Kontaktaufnahme bzw. Problembewältigung stellt ihr ihm zur Verfügung?

 

Unsere Anleger sind und bleiben stets selbst Manager ihrer eigenen Finanzen und verwalten ihr Vermögen selbst, sind jedoch nicht alleine und können sich bei Problemen oder Fragen stets an uns wenden, ob per Mail, Anruf oder SocialMedia-Netzwerke. Das war uns von Anfang an wichtig. Auch das Kundenfeedback wird bei uns ernst genommen und fließt in die Produktentwicklung mit ein. 

Dieses Thema spiegelt sich in gewisser Weise auch in unserem Namen wieder. Ein „Assistent“ ist einer, der Unterstützung gibt, einem etwas abnimmt und Zeit für anderes, wichtigeres schenkt.

 

 

Was würdet ihr einem Kunden raten, der in einer Crashphase darüber nachdenkt, sich von seinen Papieren zu trennen?

 

Natürlich würden wir dem Kunden raten, seine Papiere am Höchststand der Crashphase zu verkaufen und beim tiefsten Stand wieder einzusteigen. Doch woher weiß der Anleger in welcher Phase er sich gerade befindet? Wenn er sich sicher ist, dass er gerade noch vor dem Crash aussteigt, dann sollte er wohl verkaufen. Über diese Dinge zu spekulieren ist aber stets mit Emotionen und Bauchgefühlen verbunden und leider eben weder objektiv noch wirklich zielführend. Nachdem man sich nie wirklich sicher sein kann in welcher Phase des Crashs man sich befindet, ist es wahrscheinlich sogar am sinnvollsten den Crash auszusitzen und abzuwarten.

 

 

Susan Levermann hat der Finanzwelt 2008 den Rücken gekehrt und arbeitet heute als Deutschland-Chefin für eine Non-Profit-Organisation, die dafür kämpft, dass Unternehmen und Kommunen ihre Umweltdaten, wie z.B. Treibhausgasemissionswerte und Wasserverbrauch offen legen. Sind Börse und Ethik überhaupt miteinander vereinbar?

 

Wir würden behaupten, dass beides wunderbar miteinander vereinbar ist. Aktienanlage ist wahrscheinlich sowohl finanziell als auch ethisch dem Sparbuch überlegen, weil die Anlegerin oder der Anleger mehr Verantwortung übernehmen. Bei der Aktienanlage entscheidet jeder selbst, welche Produkte mit dem eigenen Kapital hergestellt werden, welche Dienstleistungen angeboten werden, welche Arbeitsbedingungen finanziert werden. Beim Sparbuch entscheidet alleinig der Banker, an wen er einen Kredit vergibt.

Hinzu kommt natürlich die positive Wirkung der gesellschaftlichen Umverteilung, die entstehen kann, wenn viele nicht nur sparen, sondern eben auch in Aktien anlegen.

 

 

Wohin soll euch euer Weg einmal führen? Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

 

Das Schöne aus unserer Sicht ist, dass unser Produkt und Thema am Ende überall funktioniert – in jedem Land, in jeder Kultur, sprachübergreifend. Sobald Menschen erst mal ihre Grundbedürfnisse erfüllt haben, wie ein Dach über dem Kopf oder genug Essen, kommt das Thema der Sicherheit und Vorsorge zum Vorschein. Daher sehen wir uns erst am Anfang einer langen gemeinsamen Reise.

 

 

In einem Satz. Welchen nachhaltigen Finanztipp würdet ihr meinen Blogbesuchern mit auf den Weg geben?

 

Wir würden gerne Mut machen sich mit dem Thema der Geldanlage auseinanderzusetzen und keine Scheu davor zu haben. Susan Levermann meinte bereits vor einigen Jahren „Geld anlegen an der Börse ist einfacher, aber eben auch langweiliger als viele denken“.

Wichtig dabei ist einfach sich klarzumachen, dass es keinen schnellen Weg zum Erfolg gibt, außer Glück – und dieses spielt eben nicht immer mit. Überhaupt eine Methode zu haben und ihr konsequent zu folgen, das ist unserer Meinung wohl das Geheimnis von allem.

Lassen Sie sich von anderen Einflüssen nicht verrückt machen, sondern ignorieren Sie diese einfach. Wir wünschen Mut, Erfolg und gutes Gelingen!

 

 

Vielen Dank, dass ihr mitgemacht habt!

 

Ich halte die Levermann-Strategie für eine ernsthafte Option für Privatanleger, über die es sich nachzudenken lohnt. Sie ist kennzahlenbasiert und damit objektiv. Außerdem lässt sie sich automatisieren. Eine objektive Strategie macht uns Privatanleger weniger anfällig für emotionale Entscheidungen.

 

Keine Strategie kann den Markt ständig und in jeder Situation outperformen. Auch die Levermann-Methode nicht. Langfristig kannst du damit eine durchschnittliche Überrendite erzielen. Wie bei jeder Strategie brauchst du auch hier Durchhaltevermögen, insbesondere in schwierigen Börsenzeiten.

 

Um Unternehmen nach Levermann zu bewerten, kannst du die Analyse, auch als Einsteiger, selbst in Excel vornehmen. Mit der Zeit wird sich der zeitliche Aufwand absenken. Ansonsten finden sich im Internet zahlreiche Tools dazu, die kostenlos angeboten werden. Möchtest du diese Arbeit in professionelle Hände geben und dich lieber mit anderen Dingen beschäftigen, könnte das Angebot der Aktienassistenten eine Alternative für dich sein. Das ist eine einfache Kosten-/Nutzenrechnung, die jeder individuell mit sich ausmachen muss. Die Kauf- und Verkaufsentscheidungen musst du natürlich weiterhin selbst treffen.

 

Hierzu sollte man jedoch wissen, dass durch das Start-Up bislang nur Analysen deutscher Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die Analyse weiterer Indizes ist jedoch geplant, sobald eine ebenbürtige Datenqualität für internationale Aktien gewährleistet werden kann.

 

Da ich bislang keine eigenen Erfahrungen mit der Levermann-Methode gemacht habe, würde ich gerne wissen, ob du danach investierst und ob du damit zufrieden bist? Bist du vielleicht sogar Kunde bei Aktienassistent.de und kannst davon berichten?

 

Das zweite Interview der Interviewwoche erscheint bereits am kommenden Donnerstag! Hier haben sich zwei sympathische Wahlhamburger meinen Fragen gestellt…

 

 

 

Bild: © panthermedia.net /ADDRicky

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Der entspannte Weg zum Reichtum

Eine der besten Fondsmanagerinnen Deutschlands erklärt für jedermann, wie Börsenerfolg funktioniert, und warum sich Ethik und Börse vertragen und ob Reichtum glücklich macht.

von Susann Levermann

 

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Viele Jahre managte Susan Levermann große Fonds von bis zu 1,7 Milliarden Euro – und das mit überragendem Erfolg, in sämtlichen Marktphasen. Im Jahr 2010 hat Frau Levermann ein hochinteressantes Interview gegeben, in welchem sie ungewöhnlich tiefe Einblicke in Ihre Arbeit als Fondsmanagerin gewährt hat.

Obwohl ich mich bereits für eine andere Anlagestrategie entschieden hatte, bevor ich von dem Buch von Susann Levermann hörte und auch bei meiner Strategie bleiben wollte, habe ich mir ihr Buch gekauft. Mich faszinierte vor allem der Werdegang der Autorin und hier besonders der Umstand, dass sie am Höhepunkt Ihrer Karriere den Kapitalmärkten einfach den Rücken kehrte, um Mathelehrerin in Berlin zu werden.

Bei der Levermann-Methode werden Aktien nach einem verständlichen und nachvollziehbaren Punktesystem bewertet – nur die besten werden gekauft und regelmäßig überprüft. Die Strategie ist auch für uns Privatanleger geeignet, denn: alle Daten, die man dafür braucht, sind im Internet für jeden kostenlos zugänglich.

Kurz gesagt, enthält das Buch eine Art Werkzeugkasten für Börsenanfänger. Die Methode von Frau Levermann ist eine der Strategien, die offensichtlich funktioniert. Allein dafür lohnt sich das Buch schon, auch wenn der Buchtitel etwas übertreibt. Denn passives Investieren ist immer noch entspannter. Wer sich jedoch für aktives Investieren interessiert und auf eigene Faust die besten Einzeltitel auswählen möchte, kann sich mit dem Buch wertvolle Tipps und Informationen holen.

 

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