In den vorangegangenen Beiträgen der Artikelserie zur Quellensteuer habe ich Euch erklärt was die Quellensteuer ist, wie sie funktioniert und welche Kosten Ihr seitens der Depotbank bei einem Antrag auf Rückerstattung zu erwarten habt.

 

Der heutige Beitrag stellt den Abschluss der Artikelserie zur Quellensteuer dar. Hier möchte ich Euch die Besonderheiten einzelner Länder bei dem jeweiligen Erstattungsverfahren vorstellen. Es gibt keine einheitlichen Formulare, keine einheitliche Verfahrensweise und große Unterschiede bei der Dauer der Bearbeitung. In jedem Land läuft es also anders.

 

Zum Schluss sollt Ihr entscheiden können, ob es sich in Eurem individuellen Fall lohnt, unter Berücksichtigung von Kosten und Aufwand einen Antrag auf Rückerstattung zu stellen. Bei der Auswahl der wichtigsten Länder, habe ich mich an Eurem Feedback und an Euren Wünschen orientiert.

 

Ich kann jedoch schon vorweg nehmen, dass ich zwar im Rahmen meiner umfassenden Beleuchtung dieses Themenkomplexes eine ganze Menge Unklarheiten beseitigen konnte, trotzdem konnten nicht alle meine Fragen abschließend geklärt werden.

 

Im Zuge meiner Recherche für diese Artikelserie habe ich mit Vertretern von Depotbanken gesprochen, Kontakt mit dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) aufgenommen und habe versucht mich bei Steuerberatern schlau zu machen. Mein Eindruck ist jedoch, dass selbst die, die es eigentlich wissen müssten, angesichts der komplizierten Thematik teilweise den Überblick verloren haben und auch nicht immer ausreichend geschult sind.

 

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass ich kein Fachmann in steuerlichen Angelegenheiten bin. Trotz aller Sorgfalt bei der Erstellung dieser Artikelserie kann ich daher keine Haftung für inhaltliche Fehler übernehmen. Eine professionelle Steuerberatung kann und will ich nicht ersetzen.

 

Vielmehr bin ich dem Aufruf von Jonathan Neuscheler in der Facebookgruppe „Dividendenstrategie“ gefolgt und habe mich für unsere Community einmal intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, die Quellensteuer für Euch in einfachen Worten aufzubereiten.

 

Länder Quellensteuer

 

 

 

Andere Länder, andere Sitten

 

Die Quellensteuer kann sowohl auf Dividenden als auch auf Zinsen anfallen. Wenn ein Land eine Quellensteuer auf Dividenden einbehält, kann es trotzdem sein, dass es bei Zinsen darauf verzichtet und umgekehrt. Es ist möglich, dass sich die Sätze bei Dividenden und Zinsen unterscheiden.

 

In manchen Fällen hat man die Möglichkeit eine Vorabreduzierung zu erreichen. Auch hier können sich Unterschiede beim Rabatt zwischen Dividenden und Zinsen ergeben.

 

 

Länder ohne Quellensteuer auf Dividenden

 

Großbritannien

Besonders einfach ist es z.B. in Großbritannien, da dort erst gar keine Quellensteuer erhoben wird. Das erhöht zunächst einmal die Attraktivität der Dividenden von zum Beispiel Vodafone, Glaxo Smith Kline, BP oder Royal Dutch Shell B.

 

 

Hier sind keine Komplikationen zu erwarten

 

In JapanLuxemburg und Russland werden nur die maximalen 15 Prozent erhoben, die dann auch automatisch von der Depotbank mit der Abgeltungssteuer verrechnet werden können.

 

Niederlande

Die Niederlande haben gerade erst beschlossen, die Quellensteuer auf Dividenden in der künftigen Kabinettsperiode abzuschaffen. Wann das genau sein wird, konnte ich bislang nicht herausfinden. Derzeit werden die 15 Prozent auf Dividenden noch automatisch auf die Abgeltungssteuer angerechnet.

 

 

USA

Auch die USA machen es uns zum Glück nicht unnötig kompliziert. Hier ist die Quellensteuer vorab von 30  auf 15 Prozent reduzierbar.  Viele deutsche Depotbanken haben sich bei den US-Behörden vorab registrieren lassen. Trifft das auf Euren Anbieter zu, kommt Ihr automatisch in den Genuss des Rabattes, wenn Ihr bei Eröffnung des Depots angegeben habt, dass Ihr nicht US-steuerpflichtig seid. Meines Wissens nach, sind u.a. ING-DiBa, Comdirect, Consorsbank, Onvista, maxblue und Flatex in den USA registriert. Im Zweifel fragt am besten direkt bei Eurer Bank nach. Die einbehaltene Quellensteuer könnt Ihr dann komplett auf die deutsche Abgeltungssteuer anrechnen lassen.

 

Bei ausländischen Depotbanken könnt Ihr Eure US-Erträge nach dem reduzierten Steuersatz abrechnen lassen, wenn Ihr das sogenannte W-8BEN-Formular ausfüllt. Das Formular gibt es hier und die passende Ausfüllhilfe könnt Ihr hier einsehen. Bittet achtet dann darauf, dass Ihr das Formular vor der ersten Dividendenzahlung an die Bank sendet.

 

Versäumt Ihr die Reduzierung vor der Ausschüttung, gibt es die Möglichkeit zuviel gezahlte Quellensteuer aus den USA zurückzufordern. Angeblich soll es wegen Überlastung der US-Steuerbehörde regelmäßig zu Verzögerungen bei der Erstattung kommen. Falls Ihr eine weitere Motivationshilfe benötigt, um Euch rechtzeitig zu kümmern, schaut Euch gerne einmal das Erstattungsformular an. Die Frist beträgt hier ein Jahr.

 

 

Norwegen

Noch ein positives Beispiel für ein einfaches Verfahren ist Norwegen. Dort werden 25 Prozent Quellensteuer fällig. Ihr könnt hier zwischen zwei Varianten wählen. Einmal könnt Ihr Euch als EU-Bürger die gesamte Quellensteuer zurückerstatten lassen. Anschließend würde dann noch die volle Abgeltungssteuer fällig. In einer zweiten Variante habt Ihr die Möglichkeit die Quellensteuer nachträglich auf 15 Prozent reduzieren zu lassen und Euch die überschüssigen 10 Prozent erstatten zu lassen. Die restlichen 15 Prozent könnt Ihr auch wieder auf die Abgeltungssteuer anrechnen lassen.

 

Das Verfahren ist unkompliziert und kostenfrei. Ein Formular gibt es nicht. Ihr benötigt eine Wohnsitzbescheinigung, den Beleg über die Ausschüttung und formuliert einfach ein formloses Anschreiben in englischer Sprache an die norwegische Finanzbehörde. Das Anschreiben sollte Angaben darüber enthalten, welche Dividenden Ihr erhalten habt und welche Abzüge von Steuern vorgenommen wurden. Bitte alle Angaben in norwegischen Kronen machen und die Kontodaten, wohin sie den Betrag überweisen sollen und Unterschrift nicht vergessen! Das Anschreiben sendet Ihr an folgende Anschrift:

 

Central Office – Foreign Tax Affairs
P.O. Box 8031
N-4068 Stavanger
Norway

 

Viele norwegische Unternehmen sind Quartalszahler. Es lohnt sich dann, die Dividendenbelege zu sammeln und in einen Antrag für das ganze Jahr zusammenzufassen.

 

Norwegische Quellensteuer kann man ruhigen Gewissens selbst zurückfordern und sich die Bankgebühren für diese Leistung sparen. Weitere Infos findet Ihr hier.

 

Per Antrag lässt sich die Quellensteuer u.a. auch ín Schweden und Finnland auf 15 Prozent vorab absenken. Als ING-DiBa-Kunde kann ich daran jedoch leider nicht teilnehmen.

 

 

Dänemark

Die Dänen behalten 27 Prozent Eurer Kapitalerträge ein. 15 Prozent sind wieder anrechenbar und die restlichen 12 Prozent müsst Ihr Euch in Dänemark zurückholen. Seit dem vergangenen Jahr wurde hier auf ein Online-Verfahren umgestellt, d.h. Ihr müsst kein Papier dorthin senden. Ihr besorgt Euch eine Wohnsitzbestätigung Eures Finanzamtes, füllt einfach das digitale Formular aus und sendet es elektronisch an die dänische Finanzbehörde. WohnsitzbestätigungDividendenbelege und ein gültiges Ausweisdokument können innerhalb des Formulars hochgeladen werden. Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre ab Ertragsausschüttung.

 

 

Österreich

Mit 27,5 Prozent liegen der Satz für die Quellensteuer in Österreich zwar auch über der 15 Prozent-Grenze, jedoch läuft hier die Prozedur der Rückerstattung problemlos und zügig.

 

Relevant sind Formular ZS-RD 1 (Deckblatt) und für die Einträge der Dividenden das Formular ZS-RD1A. Pro Kalenderjahr müsst Ihr jeweils ein eigenes Formular ausfüllen. Das PDF-Dokument rechnet Eure Summen selbst zusammen, was ich ganz angenehm finde. Am Ende tragt Ihr den errechneten Erstattungsanspruch wieder auf das Deckblatt (Feld 3) ein und sendet jeweils zwei Ausfertigungen pro Jahr an Euer deutsches Finanzamt um die Ansässigkeit bestätigen zu lassen. Dieses behält eine Ausfertigung und schickt die zweite an Euch zurück.

 

Anschließend sendet Ihr alle Formulare und Eure Dividendenabrechnungen an:

 

Finanzamt Bruck Eisenstadt Oberwart,

Neusiedlerstraße 46,

AT-7001 Eisenstadt

Österreich.

 

Nach ungefähr drei Monaten dürftet Ihr die Rückerstattung erhalten. Eine schriftliche Bestätigung gibt es nicht. Der Antrag muss innerhalb von fünf Jahren nach Ende des Jahres der Dividendenzahlung gestellt werden. Dividenden aus dem aktuellen Jahr müssen also bis zum 31.12.2023 zurückgefordert worden sein.

 

 

Schweiz

Für die Schweiz habe ich bereits eine detaillierte Anleitung zur Rückforderung der schweizer Quellensteuer verfasst.

 

 

Hier ist die Rückerstattung mühsam und kompliziert

 

Insbesondere in südeuropäischen Ländern  wie Italien und Griechenland soll die Erstattung teilweise Jahre dauern. Auf eigene Erfahrungen kann ich hier nicht verweisen.

 

 

Frankreich

In Frankreich wurde die Quellensteuer im Jahr 2012 auf 30 Prozent erhöht. Die Hälfte wird automatisch auf die hiesige Steuerschuld angerechnet. Die übrigen 15 Prozent müssen in Frankreich zurückgeholt werden. Die Quellensteuer aus Frankreich zurückzufordern ist leider absolute Königsdisziplin.

 

Einen Wegweiser zu den erforderlichen Formularen 5000-DE und 5001-DE findet Ihr hier. Sie müssen beidseitig bedruckt und in französischer Sprache eingereicht werden. Wie in vielen anderen Ländern, benötigt Ihr auch in Frankreich eine Wohnsitzbestätigung von Eurem Wohnsitzfinanzamt.

 

Leider könnt Ihr dann nicht einfach die Unterlagen an die französische Steuerbehörde verschicken. Denn diese bearbeitet Eure Anträge nur, wenn Ihr sie über Eure Depotbank einreicht. Und das zieht Kosten nach sich. Anschließend müsst Ihr in jedem Fall auch noch die Clearstream-Gebühr bedenken. Näheres über diese Gebühr findet Ihr im vorherigen Teil der Artikelserie.

 

Eine Rückforderung wird also für Euch nur dann nicht zu einem Minusgeschäft, wenn Euer Erstattungsanspruch entsprechend hoch ist. Auf Zinsen fallen keine Quellensteuern an.

 

Hinweis: Für EU-Bürger gilt zwar formal ein Quellensteuersatz von nur 21 Prozent, jedoch werden zunächst die 30 Prozent einbehalten, da die Banken keine Kundendaten an die französischen Behörden weiterleiten und die Franzosen daher nicht wissen, ob Ihr EU-Bürger seid.

 

In der Theorie könnt Ihr auch in Frankreich eine Vorabreduzierung der Quellensteuer auf 15 Prozent erreichen. Dann würden diese automatisch auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet. Da das Verfahren auf Bankenebene auch die vollständige Offenlegung persönlicher Kundendaten erfordert, nimmt nicht jede Bank daran teil. Bei der ING-DiBa ist das zum Beispiel nicht möglich. Welche weiteren Banken das im Einzelfall anbieten, konnte ich bislang nicht klären.

 

Ob eine Vorabreduzierung der Quellensteuer auf 15 Prozent ohne Zwischenschaltung einer Depotbank möglich ist, indem Ihr die Wohnsitzbescheinigung direkt nach Frankreich schickt, habe ich noch nicht herausfinden können. Wenn jemand von Euch da nähere Infos hat, freue ich mich über einen Kommentar am Ende des Artikels.

 

 

Spanien

Seit dem Jahr 2015 sind spanische Aktien für Deutsche wieder attraktiver geworden. Auf Grund einer Änderung im dortigen Steuerrecht werden seitdem 19 Prozent Quellensteuer auf Dividenden einbehalten. Da 15 Prozent angerechnet werden, bleiben noch 5 Prozent übrig, die man sich zurückerstatten lassen kann. Das Erstattungsformular kann hier heruntergeladen werden. Es ist leider nur in englisch verfügbar. Eine ältere deutsche Ausfüllhilfe,  die 25 Seiten umfasst, findet ihr dort ebenfalls als PDF-Dokument. Die spanischen Behörden erstatten den Betrag in der Regel innerhalb von 6-12 Monaten kostenfrei. Auch hier wird wieder die Clearstream-Gebühr fällig, so dass sich die Rückerstattung nur bei hohen Ausschüttungsbeträgen lohnt.

 

 

Irland

In Irland kann man als EU-Bürger oder als Angehöriger eines DBA-Staates ebenfalls um die Quellensteuer auf Dividenden herumkommen. Allerdings ist hierfür ein wenig Arbeit notwendig. Weil Irland auch wieder nicht wissen kann, was für eine Staatsbürgerschaft Ihr habt und Eure Depotbank aus Datenschutzgründen nicht einfach Eure persönlichen Daten ins Ausland übermittelt, wird Euch die Quellensteuer wieder erst einmal abgezogen.

 

Eigene praktische Erfahrung habe ich hier nicht. In der DBA-Liste des BZSt sind 15 Prozent Quellensteuer auf Dividenden angegeben. Abweichend habe ich jedoch in verschiedenen anderen Quellen einen Wert von 20 Prozent gefunden. Von einem Leser ist mir dieser Wert als persönlicher Erfahrungswert bestätigt worden, so dass ich derzeit von 20 Prozent ausgehe. Für Zinsen gelten 20 Prozent Quellensteuer für jeden. In Kürze könnte es ein Update der offiziellen DBA-Liste geben. Vielleicht führt das zur Aufklärung.

 

Der Antrag muss innerhalb von vier Jahren nach Ende des Jahres der Dividendenzahlung gestellt werden. Also Dividenden aus diesem Jahr müssen bis zum 31.12.2022 zurückgefordert worden sein.

 

Er besteht aus: dem Erstattungsvordruck und dem Formular „Non-Resident Form V2A„. Letzteres schickt Ihr an Euer Wohnsitzfinanzamt und lasst Euch bestätigen, dass Ihr in Deutschland ansässig seid. Nachdem Ihr das Formular mit Stempel zurückerhalten habt, verschickt Ihr beide Vordrucke und alle relevanten Dividendenabrechnungen nach Irland. Für Erstanträge könnt Ihr als Privatanleger die Option A ankreuzen. Die Adresse findet Ihr ebenfalls auf dem Erstattungsvordruck.

 

In diversen Foren kursieren vereinzelte Meinungen, dass in Irland analog zur Schweiz ebenfalls ein Tax Voucher erforderlich sei. Das ist nicht korrekt. Da im irischen Ersattungsvordruck von „Original dividend voucher“ die Rede ist, gehe ich bei diesen Meinungen von einem Übersetzungsfehler aus.

 

 

Fazit:

 

Wie Ihr seht, sind Aufwand, Kosten und Erfolgsaussichten abhängig

 

  • von Bedingungen in dem Land, in das Ihr investiert und
  • von den Kosten Eurer Depotbank.

 

Euer Rückforderungsanspruch sollte eine gewisse Höhe betragen, damit sich das Prozedere überhaupt lohnt.

 

Ich habe für mich beschlossen, dass ich meine Einzelinvestments auf wenige Länder wie zum Beispiel Deutschland, Großbritannien, Schweiz oder die USA beschränke. In diesen Ländern habe ich entweder keine Quellensteuer zu zahlen oder aber keinen oder nur einen geringen Aufwand um einen unnötigen Steuerabzug zu verhindern.

 

Vor einigen Tagen erst, habe ich zum Beispiel einen erneuten Rückerstattungsantrag in der Schweiz gestellt. Für Antrag ausfüllen, Belege ausdrucken und Versand vorbereiten habe ich insgesamt 27 Minuten gebraucht. Der Weg zur Post ist bereits mit drin. Nach Kosten erwarte ich eine Erstattung von ca. 30 Euro. Umgerechnet macht das einen Stundenlohn von 60 Euro. Das finde ich vertretbar und werde daher die Prozedur in der Schweiz auch weiterhin auf mich nehmen. Dann habe ich halt ausnahmsweise mal ein aktives statt passives Zusatzeinkommen generiert.

 

Das Gegenargument fehlender Diversifikation, wenn ich mich auf wenige Länder beschränke, lasse ich nicht gelten. Es bleibt genug Auswahl an hochwertigen Unternehmen und es gibt andere Mittel und Wege um ein ausreichend diversifiziertes Portfolio auf die Beine zu stellen.

 

Heutzutage verdienen viele Blue-Chip-Unternehmen ihr Geld in so vielen unterschiedlichen Ländern, das allein dadurch bereits in eine gewisse Breite gestreut wird. Der Unternehmenssitz wird bei zunehmender Globalisierung immer unwichtiger. Investments in Schwellenländer oder exotischere Regionen lassen sich sehr gut über steuereinfache ETF- oder Fondsprodukte abbilden. Auch kommt es für mich nicht in Frage, die Steuerabzüge einfach verfallen zu lassen, da es auch zu meiner Strategie gehört, unnötige Kosten zu vermeiden.

 

Die Quellensteuer kann nur dann automatisch angerechnet werden, wenn auch tatsächlich Abgeltungssteuer anfällt. Die anrechenbare Quellensteuer verfällt in den Jahren ganz oder zum Teil, in denen Ihr den Freibetrag nicht ausgeschöpft habt. Aus steuerlicher Sicht kann es Sinn ergeben, erst dann mit Quellensteuer behaftete Aktien zu kaufen, wenn der Freistellungsauftrag überschritten ist. Steuerliche Gründe sollten jedoch niemals allein ausschlaggebend für oder gegen ein Investment sein.

 

Das grenzüberschreitende Durcheinander bei der Quellensteuer ließe sich durch eine Überarbeitung der internationalen Verträge mindern oder sogar beheben. Die DBA sind teilweise viele Jahrzehnte alt. Selbst innerhalb der Europäischen Union gibt es keine einheitlichen Regeln. Vermutlich haben die Länder an einer Verbesserung der Rückforderungsbedingungen kaum bis gar kein Interesse. Schließlich bessert die aktuelle Situation die Staatskassen in nicht unerheblichem Maße auf, da viele Privatanleger Ihre Ansprüche mangels Wissen oder aus Bequemlichkeit verfallen lassen.

 

An dieser Stelle würde ich Euch normalerweise über einen Affiliate-Link ein Buch zur Quellensteuer empfehlen, wo ihr weiterführende Informationen zu diesem sehr komplizierten Thema findet. Leider ist es mir nicht gelungen ein geeignetes Produkt zu finden, wo ich glaube, dass Euch das weiterhelfen könnte. Entweder sind die Bücher über die Quellensteuer in kompliziertem Amtsdeutsch geschrieben oder schlicht zu teuer. Ich möchte Euch nichts empfehlen, wo ich nicht hinter stehe und verzichte daher an dieser Stelle auf die Provision. Wenn Ihr einen Tipp für sehr gute Literatur dazu habt, nehm ich ihn gerne.

 

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Bild: www.pixabay.de

Steuer-Tipp

Hat das Finanzamt richtig gerechnet?

 

Mit dem WISO Sparbuch 2018 kannst ich meine Steuererklärung ganz einfach selber machen, meinen Steuerbescheid optimieren und sofort erkennen, ob mein Sachbearbeiter alles richtig gemacht hat. Obendrein spare ich noch die Kosten für den Steuerberater und kann meine gesamte Steuerrückzahlung wieder in meinen Vermögensaufbau investieren.

 

 

Seit mittlerweile elf Jahren verwende ich diese Software für meine Steuererklärung. Wenn ich anrechenbare Quellensteuer gesammelt habe, trage ich die entsprechenden Werte ganz einfach in die vorgegebenen Felder der Anlage KAP ein. Sobald dann der Steuerbescheid vom Finanzamt eintrudelt, zeigt das Programm mir, ob die Behörde richtig gerechnet hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht mal so selten zu Fehlern kommt.

 

Sollte ich einen Fehler festgestellt haben, drucke ich mit Hilfe der Software einfach ein vorgefertigtes Widerspruchsschreiben aus, unterschreibe es und sende es an mein Finanzamt. Spätestens dann habe ich bislang eigentlich immer meinen Willen bekommen. Das funktioniert natürlich nicht nur für den Bereich der Kapitalertragssteuern, sondern auch bei allen anderen steuerlichen Angelegenheiten.

 

Wenn Ihr Fragen zum WISO Sparbuch habt, schreibt mir auch gerne eine Mail.

 

Ja, ich möchte meinen Steuerbescheid optimieren!*

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Dividenden-Alarm

Die Dividenden-Alarm Strategie verfolgt einen leicht umzusetzenden Ansatz. Der Indikator zeigt Dir an, in welcher Phase sich der Markt befindet und die errechneten Signale helfen dir, unterbewertete Unternehmen zu finden.

 

Sie richtet sich in erster Linie an aktive Anleger, die bereits ihre Erfahrungen an den Kapitalmärkten gesammelt haben und sich schwer damit tun, einzuschätzen wann eine Aktie günstig oder teuer bewertet wird. Mit dieser Strategie sind sogar hohe dreistellige Renditen möglich!

Wichtiger Hinweis nach § 34b WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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