Grundsätzlich kann man immer Aktien kaufen. Damit ich mich nicht ganzjährig intensiv mit dem Aktienhandel beschäftigen möchte, macht es Sinn, mich auf bestimmte und seltene Marktphasen zu beschränken, in denen ich meine Cashposition meist vollständig investiere. In diesen Phasen sind zudem viele Aktien am Markt besonders günstig zu haben. Im Rahmen meiner Dividendenstrategie halte ich mich normalerweise an meine eigenen Regeln zur Auswahl meiner Ein- und Ausstiegszeitpunkte. In der vergangenen Artikelserie hatte ich Dir geschildert, wie der Dividenden-Alarm* mich beim Market-Timing unterstützt.

 

Die meiste Zeit des Jahres befindet sich der Großteil des Marktes nicht in einer historisch günstigen Phase, sehr wohl aber einzelne Aktien. In seltenen Fällen kaufe ich Anteile von hochwertigen Unternehmen außerhalb dieser Phasen.

 

Diese Situation habe ich im Jahr 2017 insgesamt drei Mal genutzt. Mit den Jahren habe ich die Kaufkriterien immer mehr verschärft, so dass solche Anlasskäufe immer seltener geworden sind. Mittlerweile hat mein Depot eine stabile Struktur erreicht, so dass solche Käufe zukünftig gar nicht mehr getätigt werden sollen.

 

Im Rahmen meines Newsletters hatte ich versprochen, meinen Abonnenten exklusive Einblicke in mein persönliches Depot zu geben. Der Artikel ist daher bereits am 05.11.2017 dort erschienen. Wie angekündigt, erscheint der Beitrag mit Verzögerung auch hier im Blog. So erhalten auch die anderen Leser einen Eindruck, was euch zukünftig im Newsletter erwartet.

 

 

 

Starbucks Corporation – rasantes Wachstum einer globalen Marke

 

 

Bei meiner aktuellsten Investition handelt es sich um die StarbucksAktie. Obwohl Zahlen, Daten und Diagramme bei der Wertpapierauswahl eine große Rolle spielen, möchte ich heute darauf nur am Rande eingehen. Ein genauso wichtiger Aspekt ist für mich, dass ich das Geschäftsmodell des Unternehmens verstehe und die zukünftige Entwicklung einschätzen kann. Der Fokus liegt daher heute einmal primär darauf, welche Argumente des gesunden Menschenverstandes außerhalb der Kennzahlen für mich ausschlaggebend waren, mein Geld diesem Unternehmen anzuvertrauen.

 

Starbucks ist ein auf Kaffee spezialisiertes, weltweit bekanntes Unternehmen mit Sitz in Seattle. Das Unternehmen zählt weltweit in mehr als 60 Ländern über 25.000 Filialen. In Deutschland werden lediglich 160 Stores betrieben. Sein Name entstand in Anlehnung an den ersten Offizier aus dem Roman „Moby Dick“. Auch das Logo ist wie die Stadt an der US-Westküste vom Meer beeinflusst und zeigt eine Sirene mit zwei Flossen aus der griechischen Mythologie. Neben Kaffee in zahlreichen Variationen bietet Starbucks auch Mischgetränke, süße Snacks und Merchandising-Produkte an.

 

 

Aktionär statt Kunde

 

Aus Kundensicht ist Starbucks für mich persönlich eine Kaffeekette, die ich möglichst meide, da mir der Laden einfach zu teuer ist. Normalerweise investiere ich nur in Unternehmen, dessen Produkte ich selber verwende. Ich trinke zwar für mein Leben gerne Kaffee, aber zu einem günstigeren Preis. Aber genau das ist der Grund, warum ich als Investor auf das Unternehmen aufmerksam geworden bin. Starbucks gelingt es nämlich seit Jahren, nicht alkoholisierten Menschen Kaffee für 6 Dollar zu verkaufen. Dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, mir das Unternehmen einmal genauer anzusehen. Und das Ergebnis war für mich als Investor sehr überzeugend…

 

 

1. Starbucks bietet eine Wohlfühl-Location

 

Die Stores von Starbucks befinden sich immer in ausgezeichneten Lagen. Kleinere Städte werden gemieden. Erst ab einer bestimmten Frequentierung interessiert sich das Unternehmen für den jeweiligen Standort. Die Filialen sind sauber, ordentlich und gemütlich eingerichtet. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Nach meiner Erfahrung findet man weniger saubere und ordentliche Filialen in Städten mit entsprechendem Stadtbild.

 

Starbucksfiliale in Deutschland

 

Wer unterwegs oder auf Reisen ist, der hält sich zwangsläufig auf Flughäfen oder Bahnhöfen auf. Egal ob in Europa oder in Nordamerika: Entweder kommt man noch in diesen Bereichen oder spätestens kurz nach dem Verlassen unweigerlich an einer Starbucksfiliale vorbei. Einheitliche Standards sorgen dafür, dass man immer weiß was man bekommt. Bei vielen Reisenden geht der erste Weg nach der Ankunft am Zielort zu Starbucks.

 

Die zumeist liebevoll eingerichteten Filialen dienen als Treffpunkte mit Freunden, als Datingort oder auch für Businessmeetings. Es steht immer ein freies W-Lan-Netz zur Verfügung. Kurzum: Starbucks bietet Menschen einen Ort der Zusammenkunft und ist damit mehr als eine Kaffeekette. Das Unternehmen profitiert im Zuge der Globalisierung von der starken Zunahme des weltweiten Touristenverkehrs, indem es den Menschen einen vertrauten Aufenthaltsort bietet – und damit auch ein Stück Sicherheit an fremden Orten.

 

Starbucksfiliale in den Niederlanden

 

2. Der Markenwert von Starbucks

 

Weltweit gehen pro Jahr Kaffeegetränke im mittleren zweistelligen Milliardenbereich über die Ladentheke. Daraus resultiert, dass jedes Jahr milliardenfach ein Mensch die Marke kennenlernt, ihr Vertrauen entgegenbringt und/oder in seinem Gedächtnis abspeichert. Der Markenwert von Starbucks wird mit 44,2 Milliarden US-Dollar beziffert.

 

Wenn irgendwo ein neuer Standort eröffnet wird, wissen sofort eine ganze Reihe Menschen, was sie dort erwartet, weil sie die angebotenen Produkte schon kennen. Das Unternehmen hat also bereits einen gigantischen Bekanntheitsgrad und sich damit großes Vertrauen und Sicherheit erarbeitet. Die Wahrscheinlichkeit ist damit sehr groß, dass die Menschen zukünftig immer wieder zu Starbucks gehen werden.

 

Im Dezember 2015 eröffnete in Seattle das Pilotprojekt einer Reihe von Flagship-Stores von Starbucks. Auf 1400 Quadratmetern könnt ihr dort eine ganz besondere Atmosphäre erleben. In brauereiähnlichem Ambiente könnt ihr dort mit Kaffeebohnen gefüllte, gläserne Kaffeeleitungen, den Duft von geröstetem Kaffee oder Mitarbeiter mit traditionellen Kaffeemühlen bestaunen. Mit so einem Konzept macht Starbucks das Kaffeetrinken zum Abenteuer bzw. sogar zur Touristenattraktion. Das Unternehmen versetzt sich somit in die Lage, noch weit mehr als 6 Dollar für einen Becher Kaffee verlangen zu können. Mit der Eröffnung weiterer Flagship-Stores wird die Bekanntheit der Marke noch weiter gesteigert und gleichzeitig der Markenwert erhöht.

 

 

3. Ganz ohne Zahlen und Diagramme geht es nicht

 

Chartdiagramm-Starbucks

Kursentwicklung seit 2008, Quelle: www.ariva.de

 

Das KGV von 2016 liegt knapp unter 30 und ist damit verhältnismäßig hoch. Normalerweise versuche ich, Investitionen in Unternehmen mit hohen KGV zu vermeiden. Bei derartigen Wachstumsunternehmen setze ich darauf, dass das Unternehmen in das KGV hineinwächst. Noch wichtiger ist mir allerdings nicht das möglichst günstigste KGV, sondern eine möglichst hohe Rendite im Verhältnis zu meinem Risiko.

 

Starbucks ist so ein Wachstumsunternehmen und hat die besten Jahre noch vor sich. Es kommt mir also viel mehr darauf an, wie sich das Unternehmen zukünftig entwickelt. Das erwartete KGV für 2017 liegt nur noch bei 24.

 

Der Gewinn steigt nun bereits im achten Jahr in Folge an, der Umsatz immerhin schon im siebten Jahr. Dieses Wachstum reicht sogar mindestens bis ins Jahr 1999 zurück und wird nur von einem Rückschlag durch die Finanzkrise im Jahr 2009 unterbrochen.

 

Kennzahlen-Starbucks

Kennzahlen, Quelle: www.traderfox.de

 

Die Eigenkapitalrendite liegt knapp unterhalb von 50 %. Damit können Investitionen oder Aktienrückkäufe getätigt oder Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Gewinnrendite befindet sich bei 3,5 %.

 

Trotz des starken Wachstums, steigt auch die Eigenkapitalrendite kontinuierlich an. Für mich ist das ein Qualitätsmerkmal. Dies ist deshalb möglich, da die Marke mittlerweile in Asien einen gewissen Stellenwert erreicht hat, so dass man auch dort Filialen lizensieren lassen kann. Starbucks muss dort die Standorte nicht mehr selbst betreiben, sondern kann sie von Franchisenehmern unterhalten lassen und dafür anteilig am Umsatz partizipieren. Weitere Kennzahlen zur Starbucks-Aktie findest du hier.

 

Dividendenadel-Starbucks

Dividendenadelprofil

 

Auf Grund der niedrigen Dividendenrendite habe ich mich für die Aktie lange gar nicht interessiert. Seit 2010 zahlt Starbucks eine ununterbrochene Dividende. Diese wurde in jedem Jahr bislang erhöht. Die Steigerungsrate beträgt 28,7 % p.a. und die Ausschüttungsquote auf den Free Cash-Flow liegt bei 56 %. Das sind hervorragende Werte, die über die geringe Dividendenrendite hinwegtrösten.

4. Zukunftsaussichten

4.1 zukünftiges Wachstum

 

Starbucks ist ein großer Nutznießer der voranschreitenden Globalisierung und wird auch vom Fortschritt in Asien erheblich profitieren. Die Asiaten beginnen gerade erst eine Vorliebe für Kaffee zu entwickeln. Im Vergleich zum Tee als bisherigen Heißgetränk Nr. 1 holt Kaffee immer mehr auf. Zudem Asien ist ein Markt, wo das Unternehmen deutlich profitabler wirtschaften kann, als zum Beispiel in Europa.

 

Nordamerika und Europa haben zusammen etwas mehr als eine Milliarde Einwohner. In Asien wartet das Potenzial weitere vier Milliarden Menschen auf das Unternehmen. Mit Afrika und Indien existiert ein gigantisches Potenzial, auch wenn die Erschließung dieser Märkte noch einige Zeit dauern dürfte.

 

Deko in Starbucksfiliale

Mit zunehmendem Wohlstand verlagert sich das Leben dort immer mehr vom Land in die Städte. Die Leute gehen vermehrt einer geregelten Arbeit nach und halten sich in Städten auf, wo das erwirtschaftete Geld verkonsumiert werden kann oder beginnen sogar zu reisen. Und wieder frequentieren mehr Menschen Flughäfen und Bahnhofe und stoßen dort zwangsläufig auf die Filialen von Starbucks.

 

Bevor ich mich intensiver mit dem Unternehmen beschäftigt habe, hatte ich vermutet, dass in Nordamerika der Markt bereits gesättigt wäre und sich das Wachstum dort zukünftig deutlich abflachen würde. Zu meiner Überraschung habe ich dann jedoch festgestellt, dass die dort bestehenden Filialen immer noch mit 5 Prozent pro Jahr wachsen. Das ist insofern ein bemerkenswertes Ergebnis, da jede neu eröffnete Filiale auch immer Kunden bereits etablierter Standorte abzieht.

 

 

4.2 Effizienz

 

Bei der Beurteilung der Zukunftsaussichten ist die Starbucks-App eine wesentliche Komponente meiner Gedanken. Stellt euch vor, ihr seid auf dem Weg zur Arbeit. Ihr seid wieder einmal spät dran und habt Mühe, pünktlich an eurem Arbeitsplatz zu erscheinen. Aber ohne euren Kaffee am Morgen geht gar nichts. Per App bestellt ihr euer Lieblingsgetränk bei Starbucks und zahlt direkt mit eurem Smartphone. Egal, ob ihr gerade im Auto, im Bus, in der Bahn oder zu Fuß unterwegs seid. Wenige Minuten später betretet ihr in die Filiale auf dem Weg zu eurem Arbeitsplatz und geht dort auf direktem Weg an der wartenden Schlange vorbei, wo im Ausgabebereich euer Getränk schon auf euch wartet. Ihr nehmt nur euer Getränk vom Tresen und geht wieder.

 

Wenn Starbucks es tatsächlich schafft, dass die Getränke beim Betreten abholbereit sind, ist das ein echter Mehrwert. Wenn man doch wieder einige Minuten bis zum fertigen Getränk warten muss, ist es lediglich gut gemeint. Die steigenden Zahlen mobiler Bestellungen in den USA bestätigen eine hohe Nachfrage. Leider ist diese App bei uns in Deutschland noch nicht vollends ausgereift, wie ich bei eigenem Testlauf feststellen musste. Der Fokus liegt verständlicherweise zuerst auf anderen Märkten, als auf unseren mickrigen 160 Filialen in Deutschland.

 

Aber was bedeutet eine solche App nun für die Profitabilität aus Sicht der Aktionäre? Die Mitarbeiterkosten sind bei Starbucks zwar ohnehin relativ niedrig, erhalten aber durch die App weiteres Einsparpotenzial.

 

App-Nutzer müssen sich registrieren und hierzu dem Unternehmen ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen. Die Nutzung der App versetzt Starbucks in die Lage eine Vielzahl von Daten zu sammeln. Zum Beispiel lassen sich die genauen Frequentierungszeiten herausfinden. Danach kann dann der Mitarbeiteraufwand ausgerichtet und außerhalb der Stoßzeiten weitere Kosten eingespart werden. Starbucks lernt seine Kunden durch die App immer besser kennen und weiß genau, wann wer wo mit der App bezahlt und wo sich die Kunden aufhalten. Die Standorte der Stores können unter der Berücksichtigung von Standortdaten der Kunden ausgerichtet werden.

 

Das obligatorische Freigetränk zum Geburtstag stärkt die Loyalität des Kunden zum Unternehmen und verschafft ein positives Erlebnis, welches wiederum die Marke positiv beeinflusst. Der Kunde hat die Möglichkeit seine Getränke zu individualisieren und sein Lieblingsgetränk als Favorit zu hinterlegen. In der Kombination mit der Möglichkeit direkt per App zu zahlen, macht es Starbucks seinen Kunden extrem leicht Geld auszugeben. Die Hemmschwelle Bargeld aktiv aus der Hand in eine andere Hand zu geben fällt weg und das Geld ist sofort bei der Bestellung in der Kasse. Dadurch können auch Mitarbeiter an der Kasse eingespart werden.

 

 

5. Welche Risiken muss ich berücksichtigen?

 

Wenn ich Anteile eines Unternehmens kaufe, kann grundsätzlich immer einiges schief gehen. Ein risikoloses Investment gibt es nicht. Im Fall von Starbucks habe ich mir daher natürlich Gedanken zu verschiedenen Negativszenarien gemacht.

 

Was passiert, wenn sich das Konsumentenverhalten verändert? Was ist, wenn sich die allgemeine wirtschaftliche Lage verschlechtert? Meist verändert sich dann auch das Bewusstsein für Preise bei den Menschen. Möglicherweise müssen die Leute Einbußen hinnehmen und sind nicht mehr bereit die hohen Preise für ihren Kaffee zu bezahlen.

 

Hierzu halte ich die Finanzkrise von 2008 für einen aussagekräftigen Gradmesser. Viele Menschen verloren ihren Arbeitsplatz und hatten somit weniger Geld zur Verfügung. In dieser Zeit sank der operative Umsatz bei Starbucks um ca. ein Fünftel. Dieser Rückgang machte sich in 2009 bemerkbar. Ab 2010 setzte sich der steigende Trend bereits wieder fort. Mein Schluss daraus, ist, dass Starbucks im Zuge einer der heftigsten Krisen überhaupt, einen vorübergehenden Umsatzrückgang verzeichnen musste. Ein Milliardenverlust blieb aus. In meinen Augen ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal.

 

Grundsätzlich ist Kaffee nichts schädliches und dazu noch ein Traditionsprodukt. Wenn die menschlichen Grundbedürfnisse gestillt sind, kommt danach schon der Kaffee. Die Menschen werden immer Kaffee trinken. Die angebotenen Produkte enthalten jedoch bekanntermaßen sehr viel Zucker. Wenn sich das Bewusstsein der Kunden gesünder zu leben und der wachsende Fitnesstrend sich weiter verstärken würde, kann das Unternehmen jederzeit darauf reagieren und die leicht veränderbare Produktpalette anpassen und soweit wie nötig neu ausrichten.

 

Die extrem starke internationale Marke und die günstigen Produktionsprozesse sorgen dafür, dass diese Maßnahmen ausreichend sein können, um ein solches Problem zu lösen. Starbucks kennt fast jeder. Konkurrenten müssen sich ihren Namen erst erarbeiten. Auf neuartige Trends ist man immer in der Lage mit Kapital zu reagieren. Konkurrenzketten könnten notfalls einfach aufgekauft werden.

 

Ein potenzieller Konkurrent ist McDonald’s mit seinem Mc-Café-Konzept. Von der Produktqualität kann McDonald’s durchaus mithalten. Dazu hat Mc-Café die meisten Kaffee-Filialen in Deutschland und damit deutlich mehr als Starbucks. Weltweit sieht das Bild jedoch ganz anders aus. Außerdem kann Mc-Café meiner Ansicht mit ihrer Fast-Food-Umgebung beim Ambiente nicht mithalten. Bislang hat sich die Vorgehensweise von Mc-Donald’s nicht signifikant auf das Umsatzwachstum von Starbucks ausgewirkt. Das erwarte ich auch für die Zukunft nicht. Weitere vergleichbare Kaffeeketten sehe ich derzeit nicht.

 

Vergleich McCafé vs. Starbucks

Anzahl der Coffeeshops von Starbucks und McCafé in Deutschland in den Jahren 2006 bis 2016, Quelle: statista.de

6. Fazit

 

Starbucks ist ein hochinteressantes und stabiles Unternehmen mit riesigem Wachstumspotenzial. Nennenswerten Chancen durch einen hervorragenden Free-Cashflow-Wert und langfristig steigendes Umsatzwachstum stehen geringe Risiken gegenüber. 7-9 Prozent pro Jahr halte ich für eine realistische Größe. Eine hohe und weiter steigende Eigenkapitalrendite sorgt für zuverlässige Ausschüttungen und eröffnet die Möglichkeit für Aktienrückkäufe. Die steigende Vergabe von Franchise-Lizenzen sorgt für eine weitere Optimierung der ohnehin schon hohen Gewinnmarge.

 

Enormes Potenzial bieten der asiatische und langfristig auch der afrikanische Markt. Da sich ein Großteil der erwarteten Rendite aus den Zukunftsaussichten begründet und nicht aus der aktuellen Bewertung heraus, kann ich mein Investment trotz eines derzeitigen KGV von knapp unter 30 vor mir selbst mit gutem Gewissen rechtfertigen.

 

Die Risiken von sich änderndem Konsumentenverhalten schätze ich auf Grund der hohen Anpassungsfähigkeit des Unternehmens als eher gering ein. Gegen aufkommende Konkurrenz kann jederzeit mit Kapital und anderen Maßnahmen zur Optimierung entgegen gesteuert werden. Übrig bleiben gesamtwirtschaftliche Risikofaktoren, die zu Umsatzeinbrüchen führen können. Aber hierbei handelt es sich um Risiken, die die gesamte Aktienlandschaft belasten würden. Kaffee ist zwar kein Grundnahrungsmittel, aber trotzdem ein im Alltag tief verankertes Traditionsprodukt. Starbucks schätze ich in wirtschaftlichen Krisen als vergleichsweise robust ein.

 

Wenn ich mich für eine Investition in eine Aktie entscheide, muss ich davon überzeugt sein, dass das Unternehmen in zehn Jahren deutlich besser da stehen wird als heute. Das ist die Kernfrage, die ich für mich mit „ja“ beantworten muss, um zu investieren.

 

Diese Überzeugung habe ich auf Grund meiner geschilderten Argumentation. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen zu Q3 2017 fiel der Aktienkurs um ca. 9 Prozent, obwohl die Zahlen diese heftige Reaktion nicht hergaben. Ich habe daher nach diesem Kursrücksetzer eine Position in zwei Tranchen zu nachstehenden Bedingungen aufgebaut und damit meinen voraussichtlich letzten Aktienkauf in 2017 getätigt.

 

In meiner Vermögenstabelle befindet sich die Starbucks-Aktie in der Kategorie „Nahrungsmittel und Konsum“ und ist für mich ein klassisches Buy & Hold-Investment.

 

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Starbucks - persoenliche Daten

Starbucks

WKN: 884437

Stückzahl: 44 in zwei Tranchen

Kaufkurs: 42,299 Euro

Dividendenrendite: 1,84 %

Ordergebühr: 11,80 Euro bei Flatex

aktuelles Depot: ING-DiBa

Kategorie: Nahrungsmittel & Konsum

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Bild: www.pixabay.de

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