Im letzten Blogartikel „Warum du dein eigenes Finanzsetup erstellen solltest“ habe ich versucht zu sensibilisieren, warum es so wichtig ist, dass man einen Überblick über seine finanzielle Situation bekommt. Genau zu wissen, wie das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben ist, ist zwingende Voraussetzung um dein Finanzsetup auf die Beine zu stellen. Wenn die grundlegende Arbeit getan ist, dann läuft die Verwaltung der Haushaltsfinanzen von ganz alleine. Wenn du also kurzfristig den Alltag ein Stück weit entspannter angehen möchtest, dann kannst du jetzt damit beginnen dir einen Überblick zu verschaffen.

 

 

Von einmaligem Aufwand lebenslang profitieren

 

Wenn dir die Arbeit wenig Spaß machen sollte, motivier dich damit, dass der zeitliche Aufwand nur einmalig hoch ist. Wenn das Finanzsetup erst einmal steht, kommt man mit der Wartung und Pflege mit einem zeitlichen Aufwand von einmal jährlich ein paar Stunden und ein paar wenigen Minuten pro Monat aus. Am Ende wird sich die Arbeit gelohnt haben!

 

Nimm die Kontoauszüge von einem kompletten Jahr und stelle einmal alle Einnahmen und Ausgaben in einer Tabelle nach Kategorien sortiert gegenüber. Es ist sehr wichtig, dass du nichts vergisst. Das ist soweit nichts Revolutionäres und diesen Schritt hast du wahrscheinlich auch schon erwartet. Vergiss auch keine Buchungsposten, die nicht jedes Jahr fällig sind, wie zum Beispiel eine TÜV-Abnahme für dein Auto.

 

Zu den Einnahmen gehören dein Gehalt und alle regelmäßigen Zahlungseingänge. Mieteinnahmen und Einnahmen aus einem Nebenjob gehören genauso dazu, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Gewinne aus Sportwetten oder Preisgelder würde ich persönlich auf Grund der Unberechenbarkeit nicht dazu zählen.

 

Zu den Ausgaben zähle ich alle finanziellen Verpflichtungen, die regelmäßig fällig werden und zumeist per Lastschrift vom Girokonto abgebucht werden. Nicht dazu gehören für mich unvorhersehbare Kosten, die plötzlich und unerwartet auftreten wie z.B. eine Autoreparatur oder eine Zahnersatzrechnung. Genauso wenig werden hier nicht zwingende Konsumausgaben, wie etwa neue Möbel oder ein neuer Fernseher erfasst.

 

 

Eine klare Struktur und trotzdem einfach gehalten

 

In einem späteren Schritt solltest du einen jährlichen Finanzplan erstellen. Dieser soll am besten so einfach wie möglich strukturiert sein. Supermarkt- und Restaurantrechnungen, Kinokarten und die Quittung für den Coffee to go bei Starbucks werden bei mir daher nicht erfasst. Hierin liegt der große Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Haushaltsbuch. Die Erfassung von Lebensmittel- und Freizeitausgaben ist viel zu umständlich. Zeitaufwand und Nutzen stehen hier in keinem gesunden Verhältnis.

 

Des Weiteren erfasse ich zu diesem Zeitpunkt auch keine Sparbeiträge für den Notgroschen, die Altersvorsorge und mittelfristige Anschaffungen.

 

Verfährst du ebenso, müssten deine Einnahmen deutlich über den Ausgaben liegen. Falls dies nicht der Fall ist, solltest du dir zwingend Gedanken darüber machen, wie du deine Einnahmen erhöhst und deine Ausgaben senkst!

 

Der erste Schritt ist also gemacht. Du weißt nun genau, wie hoch deine Jahreseinnahmen im Verhältnis zu den Ausgaben stehen.

 

Im nächsten Teil der Artikelserie geht es dann an die Erstellung deines jährlichen Finanzplanes!

 

Bild: © panthermedia.net/Chalabala

Artikelserie Finanzsetup *Update*

Artikel 1/5 – Finanzsetup-Update – Meine Girokonten

Artikel 2/5 – Finanzsetup-Update – Meine Tagesgeldkonten

Artikel 3/5 – Finanzsetup-Update – Meine Depots – ING-Diba

Artikel 4/5 – Finanzsetup-Update – Depot 2

Artikel 5/5 – Finanzsetup-Update – Depot 3

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