Das Projekt

 

Deutschland ist die stärkste Volkswirtschaft Europas. Doch bei der jährlichen Rendite liegen wir Deutschen weit zurück. Nach einer Untersuchung der Allianz haben wir in den vergangenen 15 Jahren im Schnitt lediglich 2,8 Prozent jährlichen Wertzuwachs erzielt. Das ist das Ergebnis, das wir trotz aller Finanzexperten und Bankberater, die uns in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite standen, erreicht haben. Nur die Griechen sind im europäischen Vergleich noch schlechter. Auch in Niedrigzinszeiten sind wir eine Nation der Sparer. Sparen ist aber kein Vermögensaufbau, sondern schlichte Kapitalvernichtung.

 

Ich möchte den Teil meines Einkommens, den ich nicht zur Alltagsbewältigung und nicht zum Konsum benötige, in den verantwortungsvollsten Händen wissen, die ich mir vorstellen kann: In meinen eigenen! Schließlich habe ich dafür einen erheblichen Teil meiner Lebenszeit gearbeitet.

 

Kein Finanzprofi kennt meine persönliche Lebensplanung, meine Erwartungen an Rendite oder meine Risikobereitschaft so gut wie ich selbst. Ich möchte mich daher lieber selbst um meinen Vermögensaufbau kümmern und meine Geldanlage auf diesem Weg möglichst einfach, effektiv und kostengünstig gestalten.

 

 

Der richtige Weg für meinen Vermögensaufbau

 

Zukünftig möchte ich euch auf Vermögensanleger.de meinen persönlichen Vermögensaufbau noch praxisorientierter vorstellen und mein eigenes Aktiendepot noch mehr in den Vordergrund rücken. Ich möchte auch häufiger über meine konkret erzielten Ergebnisse berichten als ich das bisher getan habe.

 

Viele von euch sind auch auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit und haben sich ebenfalls für den eingesntändigen Vermögensaufbau entschieden. Ich hoffe, dass ihr aus meinem Geschreibe hilfreiche Anregungen für eure eigenen Entscheidungen ziehen könnt und von meinen bisherigen Erfahrungen profitiert.

 

Das bedeutet nicht, dass alle meine Entscheidungen immer richtig sind und meine Annahmen stets eintreffen werden. Im Gegenteil: Ich werde jede Menge Fehler machen oder Entscheidungen treffen, die mir zum entscheidungserheblichen Zeitpunkt sinnvoll und nachvollziehbar erschienen, die sich aber hinterher als falsch erweisen werden. Nicht immer kann man alles kommen sehen. Ich kann nicht in die Zukunft schauen und die Welt befindet sich in einem stetigen Wandel. Vielmehr erhoffe ich mir, dass durch den Austausch mit euch Fehler auffallen, die ich ohne euch vielleicht gar nicht erkennen würde und ich mich dadurch auch weiter verbessern kann.

 

Über mein Aktiendepot zu schreiben, soll mir auch helfen, meine Ziele, meine Strategie und meinen Umgang mit Risiko immer wieder vor Augen zu führen, zu hinterfragen und zu verbessern. Wenn ich Pro- und Contra-Argumente aufschreibe, fallen mir unlogische Aspekte eher auf und meine Argumentation bleibt auch nach langer Zeit noch nachprüfbar. Es handelt sich um ein Aktiendepot, das mit echtem Geld geführt wird.

 

Das Aktiendepot und seine Performance werden demnächst jeweils auf einer eigenen Unterseite besprochen. Wie gewohnt, beschäftige ich mich im nächsten Jahresrückblick wieder mit den Ergebnissen aller Assets und zeige dort die Entwicklung meines gesamten Vermögensaufbaus. Aber bei den beiden neuen Seiten wird es ausschließlich um Aktieninvestments gehen. Bei den Blog-Artikeln werden die Beiträge zu konkreten Unternehmen demnächst eine größere Rolle einnehmen.

 

 

Das Ziel

 

Mein Ziel ist es, ein unabhängiges und finanziell sorgenfreies Leben zu führen. Ich möchte meine monatlichen Sparraten für den Vermögensaufbau kontinuierlich steigern und mit meinem Gesamtdepot eine jährliche Rendite von 7 – 9 Prozent nach Steuern, sowie ein stetig steigendes passives Einkommen erwirtschaften.

 

Das Aktiendepot soll dabei dauerhaft besser abschneiden als die größten und bekanntesten Indizes. Hierzu gehört auch, dass der zeitliche Aufwand mitberücksichtigt wird. Ich formuliere kein konkretes Renditeziel, aber das Ergebnis muss so gut sein, dass unter dem Strich das angestrebte Gesamtergebnis erreicht werden kann und Assets mit geringerer Renditeerwartung ausgleicht.

 

 

Die Strategie

 

Als Herzstück meines Vermögensaufbaus ist das Aktiendepot also für den Großteil der Rendite verantwortlich. Ich sehe mich als Buy & Hold-Investor, denn ich möchte mich am langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und den zukünftigen Erträgen meiner ausgewählten Unternehmen beteiligen. Bei einer signifikanten Überbewertung möchte ich mich bei Gelegenheit auch konsequent von einem Unternehmen trennen.

 

Ich investiere bevorzugt in Blue-Chips aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Schweiz, China und anderen Ländern der ganzen Welt, wo Quellensteuer keinen oder nur einen geringen Aufwand verursacht. Die zu erwartende jährliche Rendite sollte einen zweistelligen Wert aufweisen.

 

Es gibt keine Optionen, Optionsscheine, Derivate, Zertifikate und keine Penny-Stocks oder sonstige Zocker-Aktien. Kein Spektakel. Kein Hoffen und Bangen. Nur wirkliche Beteiligungen an hochwertigen Unternehmen. Alles so einfach wie möglich.

 

 

Dividenden-Strategie

 

Der Schwerpunkt liegt mit einem Anteil von ca. 70 Prozent auf qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Unternehmen, die eine kontinuierliche und aussagekräftige Dividendenhistorie aufweisen.

 

Als aktiver Investor versuche ich antizyklisch zu handeln und in die Nähe des optimalen Zeitpunkt für einen Ein- oder Ausstieg zu gelangen.  Ich kaufe vermehrt, wenn der Markt am Boden liegt. Und genau dann benötige ich Kapital. Ich möchte nicht erst auf den fahrenden Zug springen, wenn es in Richtung Allzeithoch geht, weil ich vielleicht Angst habe etwas zu verpassen. Klingt einfach? Ist es aber nicht, wenn man ehrlich zu sich selbst ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir das besser gelingt, wenn ich mich an festen und objektiven Kriterien, wie den Phasen des Dividenden-Alarms* orientiere. Warum ich mich für die Dividendenstrategie entschieden habe könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

 

 

Wachstums-Strategie

 

In etwa 30 Prozent des Budgets ist für junge, stark wachsende Unternehmen vorgesehen, die ihre Gewinne in weiteres Wachstum re-investieren statt sie an die Aktionäre weiterzugeben. Dieser Teil des Aktiendepots ermöglicht es, u.a. von den gigantischen Chancen von Digitalisierung und moderner Technologien zu profitieren und soll somit für den Rendite-Turbo im Aktiendepot sorgen. Wie ich meine Strategie mit Wachstumsaktien ergänze erfahrt ihr hier.

 

 

Anzahl der Einzeltitel

 

Die Anzahl der verschiedenen Einzeltitel im Aktiendepot wird nach oben auf 25 Aktien begrenzt.

 

Dieser Wert ist für mich ausreichend hoch um eine sinnvolle Diversifikation sicherzustellen. Eine höhere Anzahl ergibt für mich keinen Sinn, da ich alle relevanten Informationen mitbekommen, analysieren und bewerten können möchte. Ich möchte stets den Überblick behalten können und verspreche mir von einer selbst gewählten Obergrenze, dass ich auch die zu verarbeitenden Informationen begrenze. So kann ich eine gewisse Qualität meiner Entscheidungen gewährleisten.

 

Das Aktiendepot befindet sich auch nach 8 Jahren immer noch im Aufbau und unterliegt einer permanenten Weiterentwicklung. Wie viele Aktien sollte man eigentlich im Depot haben habe ich mich in diesem Beitrag gefragt.

 

 

Weitere Assets

 

Meine Strategie wird durch die Beimischung von P2P-Krediten, Edelmetallen und festverzinslichen Werten in sinnvollem Maß ergänzt. Der strategische Umgang mit Cash spielt ebenfalls eine extrem wichtige Rolle, denn das Cashkonto sorgt meiner Meinung nach langfristig für die Rendite.

 

 

Das Risiko-Management

 

Alle Unternehmen werden nur nach sorgfältiger und umfassender Analyse ausgewählt. Ich investiere nur bei eindeutig positivem Chance-/Risikoverhältnis in eine Aktie. Es werden keine Ausnahmen zugelassen. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ich meine Risiken mit wenigen und einfachen Maßnahmen gezielt steuern kann:

 

  • Ich diversifiziere gezielt in verschiedene Länder, Branchen und Unternehmen.

 

  • Ich variiere meinen Cash-Anteil auf dem Verrechnungskonto strategisch sinnvoll und den einzelnen Börsenphasen entsprechend.

 

  • Ich meide Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell ich nicht verstehe oder deren Zukunftsaussichten ich nicht überblicken kann.

 

Einen festen Anteil sogenannter „sicherer“ Anlageklassen bzw. „defensiver“ Aktien benötige ich nicht. Wenn ich meine eigenen Leitlinien einhalte, kann ich auch in stark schwankenden Börsenphasen ruhig schlafen.

 

Investitionen sind mit Schwankungen und damit mit Emotionen verbunden. Damit habe ich mich bewusst auseinandergesetzt. Ich versuche Emotionen auszublenden und lege den Fokus auf eine rationale Vorgehensweise. Ich lege Wert darauf, so wenig Risiko wie möglich einzugehen.

 

Jeder Anleger sollte seinen eigenen Weg finden. Mein Weg hat sich in einem langen Prozess mit vielen Rückschlägen und Korrekturen meiner Strategie zu dem entwickelt was er heute ist: Ein Weg, den ich für mich persönlich als richtig erachte und mit dem ich mich wohl fühle. Und den ich dokumentiere, damit ihr entscheiden könnt, was ihr davon aussortiert oder ob ihr etwas davon für euch mitnehmen wollt.

 

Den heutigen Beitrag werde ich in den kommenden Tagen auf einer eigenen Seite und auch dauerhaft im Hauptmenü zur Verfügung stellen. Im nächsten Artikel stelle ich euch dann endlich mein vollständiges Aktiendepot vor. Wie ist eure Strategie?

 

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Bild: www.pixabay.de

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Wichtiger Hinweis nach § 34b WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für deine Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Du handelst eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich dir die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

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